„Gott kennenlernen” ganz neu

Es ist da!  Unser seit Jahrzehnten weit verbreitetes Tool, das so vielen geholfen hat, mit dem Evangelium auf den Punkt zu kommen. Ursprünglich als „Die Vier Geistlichen Gesetze”, in der DDR als „Kennen Sie schon den Weg?” und in 21 Auflagen über Jahrzehnte als „Gott persönlich kennenlernen” erschienen, war die letzte Auflage 2023 ausverkauft. Weitere Bestellungen lagen reichlich vor. Das bot die Chance zur Neubearbeitung. Die ist nun frisch im März erschienen und kann im Campus-Online-Shop oder über SCM/per Buchhandel geordert werden. Und so sieht es jetzt aus:

Was ist neu?

Das 24-seitige Heft im Pocket-Format spricht eine frische Sprache. Die Formulierungen sind erprobt. Sie haben sich sogar als straßentauglich erwiesen. 

Auch im Umgang mit dem Evangelium haben wir dazu gelernt. Das Evangelium ist die unglaublich unfassbar gute Nachricht vom Reich Gottes, das mit Jesus angebrochen ist (Markus 1,15). Genau das sollten Menschen spüren, wenn sie dem Evangelium begegnen. Und das kann viel leichter passieren, wenn das Evangelium auf ein schon empfundenes Bedürfnis trifft. Wir sind es seit Luther gewohnt, dass das Evangelium auf empfundene Schuld antwortet und stellen aber fest, dass die kommende Generation kein Schuldempfinden mitbringt. Was nun?

Manche schlussfolgern, dass darum umso deutlicher von Schuld und Sünde gepredigt werden muss, damit das Evangelium noch eine Chance bekommt. Im Kontext unserer Explo Days 2021 und dem daraus entstandenen Kleingruppenmaterial dimensionX haben wir entdeckt, dass das Evangelium noch weitere Landepunkte hat. Das neue „Gott kennenlernen” adressiert diese nun auch.

Eine große Erkenntnis war: Die kommende Generation kämpft nicht mit Schuld, sondern mit Scham. Denn die intensiv genutzten sozialen Medien der digitalen Welt spiegeln mir ungefiltert, wer ich in den Augen Anderer bin. Sie  lassen mich, im Vergleich mit den Erfolgreichen und Beachteten, meine Defizite schmerzhaft spüren. Was die Frage aufwirft: „Bin ich ein Fehler?”. Mit Folgen. Der Mut fehlt, sich selbstgewiss unbefangen selbstverständlich „ungeschminkt” zu zeigen. 

Das Evangelium aber will in innerste Befindlichkeiten hinein gelebt, gewebt und gesprochen werden. Es will gerade dort unfassbar gute Nachricht sein und Christus als den, der entschämt, vermitteln. 

Nicht zuletzt ist das neue „Gott kennenlernen” kommunikativer angelegt. Es hält immer wieder an, um mit einer Frage ins Gespräch einzuladen – oder um zu reflektieren. So kann bestimmt und benannt werden, wie viel der guten Nachricht sich jetzt schon bemerkbar macht und was noch offen ist. So werden spannende innere Prozesse sichtbar. Um schließlich auf den Punkt zu kommen – in der ganz großen Frage: wie Gott und Mensch in Verbindung kommen. 

Friedemann Schwinger

“Wir machen’s ORDENtlich” und haben deshalb unter diesem Thema zu unserer jährlichen Mitarbeitenden-Familien-Tagung (MAT) im Monbachtal den einstigen Prior der OJC Reichelsheim und heutigen Verlagsleiter des fontis Verlags, Dr. Dominik Klenk, als Hauptreferent eingeladen. Denn wir verstehen uns als ein ordensinspiriertes Movement. Wir mögen die iroschottische Mönchsbewegung, die dem in der barbarischen „Völkerwanderung” niedergegangenen Europa im 6. Jahrhundert die Bibel, das Evangelium und damit auch wieder Kultur brachte.

Vier Tage CAMPUS pur

Den belebenden äußeren Rahmen der Tage bot das wunderschön weitläufig angelegte Gästehaus-Gelände Monbachtal. Dessen 200-Betten-Kapazität reicht für uns nur fast. Nach Regen am Anreisetag lockte uns fortan fast schon sommerliches Frühlingswetter ins Freie. Das Café-Außengelände wurde zu DEM geschätzten Kommunikationsort. 

Das stärkste Echo fand Dominik Klenk mit seiner Herausforderung an uns, die drei prägenden Lebensbereiche „Spiritualität”, „Beziehungen” und „Arbeit” bewusst und entschieden in eine gesunde fruchtbare Relation und Rangfolge zu setzen. Durch ihn angeregt setzten wir uns zudem einmal mehr mit unseren Wurzeln auseinander. Dazu waren Hanspeter und Vreni Nüesch, einstige Leiter von Campus für Christus Schweiz, eingeladen. Hanspeter konnte uns authentisch von seinen vielen, in ihm tiefe Spuren hinterlassenden Begegnungen, mit unserem Gründer, Dr. Bill Bright (USA), erzählen. Da sich unsere Community in den letzten vier Jahren deutlich verjüngt hat (weit über die Hälfte unserer Mitarbeitenden gingen bzw. kamen neu hinzu) bot dieser persönliche Bezug zu unseren Wurzeln gerade für unsere Neuen viel Erhellendes. 

Das Highlight – so zeigen die Rückmeldungen – war für sehr viele von uns der „Kreuzweise”-Abend. So, wie sonst zu den gleichnamigen Lesetouren durch Deutschland und die Schweiz, stellte unser Ministry Central Arts mit Andreas Boppi Boppart das von ihnen gemeinsam herausgegebene theologisch-künstlerische Buch „Kreuzweise” vor. Mit berührend-tiefschürfend-humorigen Worten, mit Musik in einer Bandbreite von energetisch mitreißend bis rückenschauererzeugend, mit einladend hineinnehmendem Gebet und moderner, augenöffnender, veranschaulichender Grafik. Sechs Begegnungen mit Christus – rund ums Kreuz – für die Sinne in Szene gesetzt und in Buchform gepackt, sind ein bewusst platzierter Beitrag von uns, um gemeinsam am Kreuz wieder zum Staunen zu kommen. Um Zugang zum Kreuz zu finden, statt intern christlich fruchtlos darum zu streiten. 

Wenn CAMPUS zusammen leidenschaftlich glaubt

Passend zum Ordensaspekt unserer Tagung bot ein Mitarbeiter unseres Fußball Ministrys Pro11 morgens 7:00 Uhr gemeinsames Psalmgebet an. Das war selbst für mich „Urgestein” neu, als Gruppe viele Psalmen am Stück zu beten und dabei auch körperlich, per wiederholtem Niederfallen vor Gott, zu beten. Was ich sonst vom Beten nicht so kenne: meine Muskeln haben’s mich danach noch eine Weile spüren lassen.

Am Sonntag erlebten wir erstmals ein Abendmahl mit gesungenen alten liturgischen Elementen, kombiniert mit modernem Lobpreis. Ein Kollege meinte dazu: „Hast du das auch bemerkt? Beim modernen ‘Heilig, heilig’ nach der gesungenen Liturgie ‘stand die Luft’. Das war so ein besonderer, heiliger Moment…” Und ich sah Tränen fließen. Jemand erzählte danach von einer tief berührenden Gotteserfahrung …

Der abschließende Gottesdienst am Sonntag bot unserem Leiter Flo Stielper die Chance, das in diesen Tagen Gehörte und Bewegte in einen gemeinsamen Blick nach vorn zu formen, anzuknüpfen, weiterzuführen und uns herauszufordern, Jesus ordensinspiriert verbindlich nachzufolgen. Die Reaktionen darauf haben gezeigt: Die Botschaft kam an. Ermutigt, wertgeschätzt, beschwingt, orientiert und gesegnet konnten wir das Monbachtal verlassen, um zu leben, was wir gehört haben. 

Und das sagen andere Mitarbeitende über die MAT24:

„…sehr viel Wertschätzung…” – „…hier gehöre ich hin, das ist meine Community“ – „…inspirierende Gedanken zum Thema klösterliche Formation / klösterliches Leben…” – „…Top Inspirationen! ..:” – „…Motivation zur Nachfolge..:” – „…der Satz: ‘Die Seele geht zu Fuß’…” – „Danke – es war meine erste MAT und es war mega gut, auch um Campus und Kollegen kennenzulernen. Weiter so.” – „DANKE für den Themenwahl, die Wertschätzung der Ministries beim Awards-Abend…”

Friedemann Schwinger – Geschäftsleitung Campus für Christus

Was haben 200 Studierende, Augsburger Kaffeeröster, ein bunter Haufen Amerikaner und ein Mitmachhilfswerk gemeinsam? Ganz einfach: Sie alle waren dabei auf der CONNECT24, der Studierendenkonferenz von Campus Connect!

Vom 14. bis zum 16. März kamen etwa 200 Studierende aus ganz Deutschland in Gießen zusammen. Unter dem Motto „Mitten unter uns” wurde in den Hauptsessions mit Blick auf Lukas 17,21 das Reich Gottes in seinen unterschiedlichen Dimensionen beleuchtet. Ganz anders als menschengemachte Reiche, ganz persönlich zwischen mir und Gott, in unseren Freundschaften und Beziehungen, zum Anpacken und Mitwachsen. Und immer in Bewegung.

Neben inspirierenden Speakern wurden die Teilnehmenden auch bei einem Konzert der Outbreakband und in Workshop- und Outreachzeiten herausgefordert, Gottes Reich in ihrem Alltag sicht- und spürbar werden zu lassen. Ob Glaubensgespräche und Straßenmusik in der Stadt, Fußball mit Locals oder praktische Mithilfe im Lager von GAiN: Die Connectstudis nutzten verschiedenste Möglichkeiten, Gottes Liebe ganz praktisch in Gießen widerzuspiegeln. Von Klaus Dewald (Global Aid Network) durften sie lernen, dass das Evangelium nicht nur in guten Worten, sondern in praktisch gelebter Nächstenliebe besteht. Und Gernot Elsner von Gospeltribe und Reach Mallorca erinnerte daran, dass wir von dem, was Jesus für uns getan hat, auch reden müssen. Beides gehört zusammen: Gottes Reich ist mitten unter uns, in Wort und Tat!

So viel gäbe es zu berichten über diese intensiven Tage. Deshalb übergeben wir am besten das Wort an die Teilnehmenden der CONNECT24.

Was war dein Highlight der CONNECT24?

„Die Gemeinschaft und die ganzen Inputs. Sei es bei den Predigten, Liedern, Workshops oder weiteren Gesprächen.“

„Die GAiN Führung von Klaus [war] eine der, wenn nicht sogar die bewegendste ‘Predigt’ meines Lebens!“

„Der ‘Ist es vernünftig, an Gott zu glauben?’ & ‘Mit der Bibel leben’ – Workshop waren extrem gut und inhaltlich sehr tief, gerne mehr davon!“

„Die Fülle an wunderschönen und ungezwungenen Gesprächen, ob beim Workshop, in der Essensschlange oder beim Outreach.“

„Das Mithelfen bei GAiN während des Outreach. Tolle Möglichkeit, sich einzubringen, wenn man nicht gern mit Fremden redet und trotzdem weitergeben will, was einem auf dem Herzen liegt.“

 

„Dass ich Jesus durch die Connect wieder näher gekommen bin und in meinem Glauben gestärkt wurde.”

 

Doch nicht nur für die Teilnehmenden, war das Event eine bewegende und inspirierende Zeit. Auch die Mitarbeitenden sind tief erfüllt von dem, was sie dort erleben durften: 

Und meine persönlichen Höhepunkte? Der Einsatz, den unsere Studierenden bei Vorbereitung und Durchführung der Konferenz (z.B. bei Moderation, Gebet und im Musikteam) gezeigt haben. Die vielen guten Gedanken und die Motivation unserer studentischen Leitungsteams, sich für ihre Bewegungen, Regionen und Connect Deutschland einzusetzen. Unsere Campus-Community und die Zusammenarbeit zwischen unseren verschiedenen Ministrys. Und ganz besonders unser Küchenteam, das extra aus den USA zum Missionseinsatz angereist war! Eins ist auf jeden Fall deutlich geworden: „Denn seht, das Reich Gottes ist mitten unter euch.” (Lk 17,21)

Martin Böngeler – CAMPUS CONNECT

Unserem PRO11 Team sind die Themen Multiplikation und Empowerment sehr wichtig. Aus diesem Grund investieren wir uns in junge Leiter und Leiterinnen, die ihre Gaben für Gott einsetzen und Verantwortung übernehmen sollen. Wie? Mit unserem jährlichen „Leaders Weekend”, in dem wir nicht nur eine tolle Gemeinschaft haben, sondern unseren Blick auf Gott lenken und Input bekommen. In diesem Jahr gab es 11 Teilnehmer aus unserem Netzwerk, die bereits Verantwortung übernehmen und von unseren Mitarbeitenden motiviert wurden.

Leitung fängt in der persönlichen Nachfolge an!

Am Freitagabend starteten wir in das Wochenende mit einem Thema, das für alle Leitenden relevant ist: Nachfolge. Persönlich hat mich besonders eine Aussage herausgefordert: “Erlösung durch Jesus kostet uns nichts, aber die Nachfolge von Jesus kostet uns alles.” Immerhin fängt die Nachfolge bei mir selbst an. Diese Jesus-Nachfolge an andere weiterzugeben, vorzuleben, ist eine tägliche Challenge. Mit dieser Ausrichtung auf Jesus wollten wir starten. Der Grundstein fürs Wochenende war gelegt. 

Menschenfischer & Berufung

Am Samstag haben wir uns dann intensiv mit dem spannenden Thema “Berufung” auseinandergesetzt. Unterschieden wurde dabei zwischen einer allgemeinen Berufung und einer spezifischen Berufung. 

Fußballmission ganz praktisch

Am Nachmittag konnten wir unsere Passion für den Sport und Glauben verbinden. In einer Soccerhalle tobten wir uns nicht nur sportlich aus, sondern wurden auch herausgefordert. Jeder Teilnehmer bekam eine Challenge, die es umzusetzen galt. Die Idee: Herausforderungen bestreiten, die es auf den Plätzen immer wieder gibt, wie einen Impuls in der Halbzeit zuhalten (selbstverständlich auch mal auf Englisch) oder einen Glaubenskurs für Erwachsene vorzustellen. Mit Fallbeispielen versteht sich. Ganz praxisnah, genau wie unsere Arbeit. Es war unheimlich bereichernd, die Aktionen auszuwerten und gemeinsam zu lernen.

Zum Abschluss ging es am Sonntag noch zu einem Gottesdienst, bevor das „Leaders Weekend“ voller Gemeinschaft und toller Gespräche sowie Input leider wieder vorbei war. Ich kann es nur jedem empfehlen, dessen Herz für Fußball & Leitung schlägt. Persönlich wurde mir einmal mehr bewusst, was für ein Privileg es ist, Verantwortung zu übernehmen und mit Menschen unterwegs zu sein.

Silas Greiner – PRO11 Lokale Projekte Nürnberg

Vom 23. bis 25. Februar hatten wir als SHINE Team das Privileg einen Trip nach Hamburg zu unternehmen und damit im wahrsten/besten Sinne des Wortes „zu neuen Ufern” aufzubrechen. Da wir nämlich seit einigen Jahren im Süden Deutschlands stark präsent sind und dort schon einige Schultouren und Festivals veranstaltet haben, ist es uns ein großes Anliegen, diese Elemente unserer Arbeit auch in anderen Teilen des Landes zu multiplizieren (oder: zu transferieren). Dementsprechend machten wir uns für ein Wochenende mit Sack und Pack auf den Weg nach Hamburg und tauchten drei Tage in die Stadt und Jugendarbeit vor Ort ein. 

Ein Team-Ausflug in den Norden

So haben wir am Freitag gemeinsam mit drei lokalen Jugendgruppen einen Gottesdienst organisiert, bei dem wir unsere Vision teilen, mit neuen Jugendlichen connecten und sie ermutigen konnten, als “Licht” an ihrer Schule unterwegs zu sein. Ein besonderes Highlight war dabei auch der Besuch von Luna Simao, einer Musikerin aus Hamburg, die schon öfter auf unserer SHINE Festivals performt und uns auch an diesem Abend mit ihren tiefgründigen Songs im Herzen bewegt hat. Zum Abschluss des Abends gab es dann auch die Möglichkeit, eine “SHINE Group” (christliche Schülergruppe) an der Schule zu starten, frisches Popcorn an unserem SHINE Stand zu genießen oder eine nice Zeit mit dem Team und anderen Teens zu haben.

Am Morgen darauf stand dann ein Brunch mit verschiedenen Jugendleitenden aus Hamburger Gemeinden auf dem Programm, bei dem wir noch tiefer in die Projekte von SHINE eintauchten und über die Möglichkeiten einer dortigen SHINE City Tour in Austausch kamen. Dabei war es so cool zu sehen, wie bereits der Gottesdienst am Freitag einiges an Dynamik und Kontakte kreiert hat und wir so sehr gespannt sein können, was im Norden noch alles möglich sein wird …!

Bei alledem hatten auch wir als SHINE Team eine geniale gemeinsame Zeit und konnten das restliche Wochenende die Hansestadt in ihren vielen Facetten erkunden, Fischbrötchen und Fährfahrten genießen und die Zeit mit einem atemberaubenden Blick von der Elbphilharmonie ausklingen lassen. Wir blicken dankbar und froh auf diese Zeit in Hamburg zurück und sind gespannt, was Gott dort noch weiter mit uns und durch uns bewegen möchte.

Nora Aust – SHINE Projektmanagement

Es ist Freitag, einige Zeit nach Schulschluss, gegen 16:00 Uhr. Nach vielen Wochen der Vorbereitung sitze ich voller Vorfreude in unserem SHINE Bus am Bahnhof in Nördlingen, um dort die ersten Schülerinnen und Schüler für das „SHINE Groups Retreat” in Empfang zu nehmen. Diese Wochenendfreizeit haben wir erstmalig für unsere Schüler/Gruppen aus ganz Deutschland veranstaltet. Damit wollen wir eine Möglichkeit schaffen, sie näher mit uns als Team zu connecten, untereinander zu vernetzen und für ihr „Licht sein” an der Schule zu ermutigen.

Wir präsentieren: Das SHINE Groups Retreat

Als schließlich alle Schülerinnen und Schüler sicher im Jugendtagungshaus Schloss Reimlingen eingetroffen sind erwartet sie ein Begrüßungsdrink samt legendären SHINE Popcorn. Nachdem alle ihre Zimmer gefunden haben, konnte der erste Abend mit einer Zeit von Lobpreis, kurzem Input und einer Indoor „Winter Olympiade” auch schon bneginnen. Die damit verbundene Dynamik und Dramatik, schweißte das Team mit den Schülerinnen und Schülern direkt zusammen und läutete eine geniale gemeinsame Zeit mit Spiel, Spaß, Salz und einem selbstgebauten Schlagzeug ein.

Wait what?! Richtig gelesen. Am Samstag setzten wir uns bei einem praktischen Teaching intensiv mit unserer Rolle als „Salz der Erde” auseinander und vertieften diese Erkenntnisse in verschiedenen Workshops und Sportangeboten. Am Abend stand schließlich eine Nachtwanderung samt Lagerfeuer auf dem Programm. Und dabei entwickelte sich plötzlich eine spontane, sehr spaßige Song-Session, zu der aus Töpfen und Servierplatten ein „Schlagzeug” für die rhythmische Begleitung konstruiert wurde.

Abgerundet wurden die Abende jeweils durch eine „Gute Nacht Geschichte” mit heißer Schoki und dem legendären Oli, der sowohl bei den Schülerinnen als auch beim gesamten SHINE Team mit seinen Stories regelmäßig für Lachkrämpfe sorgte.

Als ich dann ca. 48 h nach der ersten Begrüßung die Schülerinnen und Schüler wieder am Bahnhof abliefere, sehe ich, wie neue Freundschaften zwischen Mädels aus Coburg und Mainz geschlossen wurden, höre ich, wie eine gesamte SHINE Group aus Nürnberg für ihre Treffen in der Schule inspiriert wurde und spüre ich, wie Gemeinschaft gestärkt, Glaube geteilt und bleibende Erinnerungen geschaffen wurden. Oder um es mit den Worten einer Teilnehmerin zu sagen:

„Danke, dass ihr uns diese tolle Zeit ermöglicht habt und dass ihr einfach so unglaublich nett zu uns wart! Das war echt ne mega erfüllende und schöne Zeit! Ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen und komme gerne wieder :)”

 

Timo Hauber – SHINE Groups Leitung

 

Was uns als Personen erkennbar macht, ist … das, was durch uns wirksam, sichtbar, hörbar wird. Es ist das, was durch unser Leben hindurch zum Klingen kommt.

Zitat von Martin Schleske aus seinem Buch „Der Klang”

Deinem Klang Raum geben: Wie klingt dein Leben? Wer oder was bringt es zum Klingen? Wie entfaltet sich dein Lebensklang? Frei und kraftvoll? Erdrückt, verzerrt, abgeschwächt oder übersteuert? Im Zusammenklang mit anderen? Allein – vielleicht als wunderschönes Solo? Oder bräuchte er Ergänzung oder einen Resonanzraum?
Deinem Klang Raum geben: dem Klang, den Gott in jeden einzelnen hineingelegt hat, aber auch dem Klang, mit dem Gott selber hörbar wird. Doch wie kann das gehen?

Bei crescendo wollen wir  professionelle Musik- und Kunstschaffende in Klassik und Jazz miteinander vernetzen, sie stärken und inspirieren, damit ihre Kunst, ihr Leben und ihre Spiritualität sich gegenseitig beflügeln und Resonanzräume für Gott entstehen. Wir wollen ihr Herz füllen, damit es überlaufen kann in die Gesellschaft und in die Gemeinden hinein.

Einer dieser Resonanzräume ist:

PERSONANZ’24 – Das crescendo Inspirationsfest für professionelle Musik- und Kunstschaffende. 

Personanz – von lateinisch per „hindurch” und lateinisch sonare „klingen” – bezeichnet einen Klangcharakter zwischen Konsonanz und Dissonanz. Also wie das wirkliche Leben! Wir wollen einen weiten Raum schaffen für Gemeinschaft und echte, ehrliche Begegnung miteinander, für inspirierende Anregungen und Austausch und viel Musik.

Besonders freuen wir uns dabei auf Martin Schleske, Geigenbauer von Instrumenten der Meisterklasse, Physiker mit dem Spezialgebiet Akustik und Autor mehrerer preisgekrönter Bücher. Seine Vergleiche zwischen dem Geigenbau und einem erfüllenden Leben – verbunden mit Gott, dem Lebensspender –  sind für jeden inspirierend.

Die PERSONANZ’24 für alle – auch für dich

Erleben kannst du Martin Schleske unter anderem am Freitag, dem 26.4.’24 um 19:00 Uhr in der Stadtbücherei Leipzig bei einer öffentlichen Konzertlesung. Bei diesem neuen Format, wird ein crescendo Ensemble die Worte von Martin Schleske und Reaktionen aus dem Publikum aufgreifen und darüber spontan improvisieren. Wir sind gespannt auf diesen Resonanzraum für Gott mitten in der Stadt!

Am Sonntag, dem 28.4.’24 (dem Sonntag Kantate!) wird es dann einen musikalischen Gottesdienst in der Andreas-Gemeinde Leipzig geben. Dort erwartet dich eine Predigt von Martin Schleske und vielfältige Musik – klassische und auch Lobpreismusik mit klassischen Instrumenten gespielt. 

Beide Events sind öffentlich und für jeden zugänglich. Und damit rufen wir dir zu: Herzliche Einladung in die Musik- und Kunststadt Leipzig!

Die PERSONANZ’24 für professionelle Musik- und Kunstschaffende

Andere Teile der PERSONANZ’24 sind ein Angebot speziell für professionelle Musik- und Kunstschaffende. So bieten die Abende vielfältige Möglichkeiten, sich selbst einzubringen:
Bei der crescendo Lounge am späteren Freitag Abend sind alle Jazzer eingeladen, bei der Jam Session mitzuspielen und alle können bei „Rotwein und Käse“ Freunde treffen und neue finden.
Am Samstag Abend wird es ein buntes crescendo Fest geben, mit Beiträgen der Teilnehmenden –  gemeinsam mit anderen oder allein, ernst oder lustig, etwas, wo alle mitmachen oder sich einfach genüsslich zurücklehnen können. 

Des Weiteren laden geistliche Erfahrungsräume ein, sich gemeinsam durch kreatives Tun für Gott zu öffnen. Wie wäre es, nur mit Körpersprache zu beten? Oder mit Bleistift, Pinsel und Farbe? In eine biblische Geschichte einzutauchen und den Personen darin eine Stimme zu leihen? Oder im gemeinsamen Singen einen Bibelvers zu meditieren? Nur mit Klängen zu beten? Oder selber ein Lied für Gott zu schreiben? Manchen gibt es der Herr vielleicht auch im Schlaf! Die kreativen Möglichkeiten, Gott zu erleben, sind vielfältig und wir sind gespannt auf all die Dinge, die wir gemeinsam erleben werden. 

Wenn du professionelle Musik- und Kunstschaffende kennst, dann mache sie doch auf die PERSONANZ’24 aufmerksam.

Wir freuen uns, wenn noch mehr Menschen Teil von crescendo werden und wir gemeinsam entdecken, wie das geht: Deinem Klang Raum geben.

Weitere Informationen zur PERSONANZ sowie Tickets für die Veranstaltung 2024 findest du unter den Links.

Claudia Michaelsen – crescendo

„Ich hatte ein inneres Bild, darf ich das mal erzählen?” fragte der Mann, für den wir gerade ein Sound Blessing gespielt hatten. Sound Blessing? Wir hatten mit unseren Instrumenten für ihn gebetet, ganz ohne Worte, nur mit Musik – als Klang-Segen. Da saßen wir fünf Musiker mit unseren verschiedenen Instrumenten, spontan für diese Gebetszeit zusammengekommen, und hörten staunend zu.

Der Mann erzählte:

„Ich hatte meine Augen geschlossen, als ihr anfingt zu spielen. Zuerst sah ich viel Natur, es war einfach sehr schön. Dann sah ich auf einem Hügel unter einem Baum Jesus sitzen. Vor ihm war eine große Menschenmenge. Und dann war da eine sehr hohe Tür, wie ein Tor, das bis zum Himmel reicht. Es war nur einen Spalt breit offen, gerade so weit, dass nur ein Mensch durchgehen konnte, immer einer nach dem anderen ging hindurch. Nach einer Weile wurde der Spalt breiter und es konnten viele gleichzeitig durchgehen. Ich konnte aber nicht sehen, was hinter der Tür war. Später schloss sich die Tür, so dass niemand mehr hindurchgehen konnte. Dann machte ich die Augen auf.”

 

Wir waren so überrascht, das aus dem Mund dieses Mannes zu hören, denn wir wussten, dass er aus einem muslimischen Kulturkreis kommt. Eine von uns Musikern kannte ihn schon etwas, weil er auch vorher schon einige Male beim Crescendo Summer Institute dabei war. Sie fragte ihn, ob er gern durch die Tür gegangen wäre? „Ja, aber wir haben nicht das Recht dazu. Wir sind doch Muslime!” Da fragte sie, ob sie für ihn beten dürfe: „Darf ich Jesus bitten, dass du doch durch diese Tür gehen kannst?” „Ja, sehr gern!” antwortete er. Und so betete sie dann doch noch mit Worten ein kurzes, schlichtes Gebet zu Jesus.

Aber wie kam es denn überhaupt zu dieser Situation?

Das Crescendo Summer Institute

Das Crescendo Summer Institute ist weit mehr als ein internationaler Meisterkurs. Musikstudierende erleben hier zwei Wochen voller Anregungen, nicht nur für ihr künstlerisches Schaffen in erstklassigem Einzel- und Ensemble-Unterricht, sondern auch für ihr ganzes Leben. Themen, wie Leistungs- und Konkurrenzdruck, kommen ebenso zur Sprache wie praktische Körperübungen zum Ausgleich der oft einseitigen Körperhaltungen beim Musizieren.

Resonanzräume für Gott

Das niederschwellige aber tiefgründige geistliche Rahmenprogramm ist seit 19 Jahren eine der Besonderheiten des Summer Institutes. Beim gemeinsamen Tagesstart, den abendlichen Kleingruppen und anderen Angeboten hören viele Teilnehmende oft zum ersten Mal, dass christlicher Glauben nicht nur “Kirche und Tradition” ist, sondern dass man mit Gott eine richtige persönliche Beziehung haben kann. Abende wie „Kirche Kreativ“ oder der Lobpreisabend “Psallite” schaffen Raum, um Gott zu begegnen oder zumindest über sein eigenes Verhältnis zum Glauben zu reflektieren. Dadurch ergeben sich dann beim Essen oder in den Pausen zwischen Proben, Unterricht und Konzerten oft interessante Gespräche über tiefe Lebensthemen. So entstehen wertvolle persönliche Beziehungen miteinander und auch mit Gott!

Fortsetzung folgt!

Wie Jesus wohl auf die Bitte des Mannes antworten wird? Vielleicht erfahren wir es beim nächsten Crescendo Summer Institute im kommenden Sommer! Wenn du Musikstudierende kennst, dann mache sie doch darauf aufmerksam: 21.7.-2.8.’24 in Tokaj/Ungarn!

Auch durch Unterstützung kann man ein Teil des Ganzen werden

Durch die extremen Teuerungen in Ungarn in den letzten Jahren, klafft in unserem crescendo Budget noch ein großes Loch und auch nächstes Jahr würde sich unser Team dort gern wieder intensiv einsetzen. Könnten Sie unseren Dienst dort durch eine Spende unterstützen? Wir brauchen für 4 Mitarbeiter ca. 3.000 Euro für diese zehn Tage in Tokaj.

Das Crescendo Summer Institute 2023 in Zahlen

  • 2 Wochen in Tokaj (Ungarn)
  • ca. 350 Teilnehmer aus 30 Ländern, darunter einige aus muslimischen Hintergrund sowie 11 Studenten und 2 Dozenten aus der Ukraine
  • 15 Konzerte
  • 9 Anregungen für ein ganzheitliches Künstlerleben (body, mind & soul)
  • 13 Kulturveranstaltungen am Festabend “Crescendo loves Tokaj” zur Feier “950 Jahre Tokaj”
  • über 25 Gelegenheiten, den christlichen Glauben kennenzulernen
  • ungezählte inspirierende Gespräche beim Essen, unterwegs, auf den Zimmern und abends beim Wein

Einen kleinen Einblick in das letzte Crescendo Summer Institute findet ihr auch hier.

Und wenn wir crescendo in der Adventszeit einmal live erleben wollt, habt ihr dazu jetzt die Möglichkeit:

Herzliche Einladung zu WEIHNACHTEN NEU ENTDECKEN!

Das Ensemble Psallite lädt zu außergewöhnlichen Adventskonzerten ein, bestehend aus beliebten Weihnachtsliedern, instrumentaler Musik sowie Improvisationen über bekannte Themen. Dadurch ist jedes Konzert ein musikalisches Unikat, mit dem man die Weihnachtsgeschichte neu entdecken kann. Gemeinsam mit dem Publikum macht sich das Ensemble Psallite auf die Suche nach Frieden in unruhigen Zeiten.

 

Du fragst dich immer noch, wie so ein Sound Blessing funktionieren kann? Dann hör doch mal in unseren Klang-Segen auf der REFLECT23 rein.

crescendo – Minstry für klassische Kunstschaffende

“Ich selbst bin die Tür.” Aha. Mit dem biblischen Gleichnis vom Hirten kann ich was anfangen. Der passt auf einen auf, kümmert sich und geht selbst dem verlorenen Schaf nach. Da ist Beziehung. Aber eine Tür? Statisch, hölzern, kalt, unflexibel. Passt nicht so zu meinem Hirten-Jesus, der liebevoll zugewandt ist und mich wärmend umarmt. Es war erst während einer “Bible-Discovery”-Zeit mit meinem Freund Timo (Name geändert), dass sich dieses starre Bild in ein lebendig-bedeutsames Gleichnis verwandelte. 

Timo kommt aus einem Kontext in Südasien, der sehr traditionsbewusst ist und religiöse Regeln zur Lebens-Maxime erhebt. Ziemlich ähnlich zur Lebenswelt der gesetzestreuen Juden, denen Jesus sich im Johannes-Evangelium als Tür vor die Nase knallt. Timo und ich lernten uns über Dritte während seines Studiums kennen. Er war dafür aus seiner Heimat nach Berlin gekommen, und wurde so mit der, sagen wir mal, nicht ganz so konservativen Atmosphäre der Hauptstadt konfrontiert. Und weil sein Vater zum Christentum konvertiert war, wollte er nun wissen, was das eigentlich bedeutete. Wir verabredeten uns deshalb regelmäßig, um das Johannes-Evangelium zu lesen. Als wir dann zum Gleichnis der Tür kamen, versuchten wir im Gespräch, Sinn und Bedeutung aufzudröseln. Roland Werner findet dazu in der Bibelübersetzung “Das Buch” gute Worte:

“Wenn jemand durch mich hindurch eintritt, dann findet er dadurch Sicherheit. Er gelangt frei hinein und heraus und findet so alles, was er zum Leben braucht.“ (Joh 10,9)

In Jesus kommt beides zusammen: Die Orientierung und Sicherheit von Regeln und Geboten, sowie die lebensspendende Freiheit ohne jegliche Begrenzung. Und nur mit Jesus können wir das Pferd reiten, das den schmalen Grat zwischen beiden Seiten beschreitet, ohne runterzufallen.

Es war diese Geschichte, die sich nicht nur mir in einem neuen Licht darstellte, sondern auch nachdrücklichen Eindruck auf Timo hinterließ. Er entschied sich letztlich, nicht vor der Tür stehen zu bleiben, sondern unter der Leitung des Hirten ein- und auszugehen. Inzwischen ist er zurück in seiner Heimat und erzählt leidenschaftlich Anderen davon. Und wie zu Jesu Zeiten auch, ist es eine befreiende Botschaft für die Einen, während Andere Timo dafür buchstäblich an den Kragen wollen. Wenn du magst, halte gern einen Moment inne, um für ihn zu beten.

Hast du auch Interesse daran, die MyFriends Bible Discovery kennenzulernen?
Hier wirst du fündig.

Simon Hainbach – MyFriends

Wir blicken auf ein großartiges Wochenende bei Campus WE zurück. Vom 27.10.2023 bis 28.10.2023 fand die Raise Your Voice Konferenz von Campus WE statt. Über 30 Frauen waren dafür in den Campus HUB in Zürich gekommen. Zum ersten Mal haben wir diese Tage als DACH-Team von Campus WE unter Leitung der Schweizer Kolleginnen Sabine Fürbringer und Simea Gut gestaltet. 

Wofür möchtest du deine Stimme erheben? 

Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen sind wir dieser Frage nachgegangen. Wir haben ein Stück mehr entdeckt, welche Themen jede Einzelne bewegen und wie sie ihren eigenen Predigtstil entwickeln kann. Wir waren eine bunte Truppe: Frauen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Gemeindehintergründen waren angereist. Sowohl aus der Schweiz als auch aus Deutschland. Einige konnten als geübte Predigerinnen neue Impulse mitnehmen, während andere ermutigt wurden, in den kommenden Monaten zum ersten Mal als Predigerin eine Bühne zu betreten.

Wir wünschen uns, dass die Teilnehmerinnen Räume und Plattformen finden werden, auf denen sie die Bühne „stürmen“ können. Wir träumen davon, dass unsere Gemeinden von ihren Stimmen bereichert werden, um die ganze Schönheit und Fülle des Evangeliums erklingen zu lassen. Denn wir sind davon überzeugt, dass jede von ihnen etwas zu sagen hat, das zum Segen für ihr Umfeld und ihre Gemeinden werden wird. 

Für alle Frauen (sorry, guys) unter uns, die traurig sind, diese Konferenz verpasst zu haben: Nächstes Jahr werden wir Raise Your Voice vom 16.11. bis 17.11.2024 im HUB Gießen durchführen. Seid dabei, wenn auch ihr eure Stimme erheben und euch im Predigen weiterentwickeln wollt!

Maria Wiedemann – CAMPUS WE