Das war die REFLECT25

„Wir teilen die Sehnsucht nach einem Leib Christi, der Botschafter sein will…” mit diesen Worten startete Flo Stielper (Nationalleiter Campus) die REFLECT Konferenz 25. Unter dem Slogan „Leben mit Leuchtkraft” kamen in der zweiten Auflage der Campus internen Konferenz rund 350 Gäste zusammen. Für ein ganzes Wochenende stand dabei ein Herzensanliegen im Fokus: Herr, sende mich. Von Puschendorf in die Welt der Besuchenden, deren Sinne und Herzen bereichert wurden.

“Danke Campus für Christus Deutschland – Ich wohne in Puschendorf und bin durch Zufall auf die Konferenz aufmerksam geworden und bin nun zutiefst dankbar und im Herzen bewegt” (Helga – Eine Teilnehmerin) 

Ergriffen

Bereits am ersten Abend wurden die Herzen der Gäste bewegt. der neue, mitreißende Vision Poem weckte die Sehnsucht, das Evangelium nicht nur zu kennen, sondern zu leben und teilen. Flo Stielper ist sich sicher: Wir leben in spannenden Zeiten, doch kommt der Hunger (nach einer Gottesbegegnung) zurück in unser Land! Es braucht lediglich einen Leib Christi, der als Botschafter aktiv wird. Tobi Teichen (ICF München) machte anschließend deutlich, dass auch er die Herausforderung kennt, anderen von Jesus zu erzählen: „Ich habe kein Problem damit, vor 20.000 Leuten zu sprechen, am Gartenzaun ist es eine ganz andere Geschichte…”. Dabei könne jeder „auf seine Art” mit Menschen die gute Botschaft teilen. Wir müssen uns nur gegenseitig Mut machen, beim vermeintlichen Scheitern nicht aufzuhören, sondern dranzubleiben. Wenn wir Christen und Christinnen unsere Ängste überwinden und verstehen, dass Christus in uns lebt, würde unsere Hoffnung nach außen strahlen. Er ist davon überzeugt: „Wenn wir als Salz aktiv werden, werden Leute durstig werden” und wenn wir Gehorsam feiern, werden wir Früchte sehen. Zum Ausklang des Abends folgte dann der campuseigene Song, der zur Hymne des Wochenendes wurde: Sende mich. 

Aufgemacht

Am Samstagmorgen wurden verschiedene Sinne berührt: Während sich Freunde der Kulinarik über ein leckeres Mandelgebäck eines lokalen Bäckers erfreuen durften, gab es als Nachtisch einen Freestyle Worship von Central Arts. So facettenreich sind nicht nur die Begabungen des „Leib Christi”, sondern auch das Evangelium. Dies wurde durch weitere Gastsprecher unterstrichen. Für Patrick Knittelfelder (Home Base) stehe der Mut, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen genauso im Fokus wie die Bedeutung von Lebensvisionen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. „Wenn du deine Verletzung nicht verwandeln lässt (durch Gott), dann wirst du sie ausstrahlen.” Angelika Röhm (Hoffnungshäuser) sieht die Gastfreundschaft als Schlüssel. Für viele ihrer Bewohner sei das Hoffnungshaus zum Heimatland/-ort geworden. „Zu Hause sein ist Evangelium”, unterstreicht sie. 

Ausgesprochen

Am Nachmittag ging es verstärkt um die Kommunikation des Evangeliums. Prof. Dr. Klaussen (Evangelische Hochschule Tabor) sieht das Evangelium als etwas, das Gott tut  – und dennoch benötigt es uns Christen. „Wenn wir nicht mit Leidenschaft davon reden, reden wir nicht vom Evangelium”, argumentiert der Theologe. Am Ende sei das Leben als Christ zwar nicht immer einfach, doch helfe Jesus im Leben enorm. In anschließenden Workshops gab es die Möglichkeit, tiefer in Themen rund um Evangelium und Kommunikation einzutauchen. Wer mochte, konnte auch einfach die verschiedenen Campus Stände bewundern, welche die bunte Bandbreite der CAMPUS Ministries und ihrer Arbeit erlebbar machten.

Vorgezeigt

Spätestens am Samstagabend wurde die Motivation der Zuhörenden geweckt, selbst aktiv zu werden und das Evangelium praktisch werden zu lassen. Neben einer Vielzahl musikalischer Acts gab es ein Mosaik aus Geschichten von Menschen, die selbst vom Licht des Evangeliums angezogen wurden oder missionarisch unterwegs sind. Flo Stielper rundete den Abend mit einer Einladung zur Einheit „als unsere erste missionarische Handlung” ab. „Wie bist du Licht in dieser Welt?” war eine Fragestellung, „Wie lebst du das Evangelium?” eine andere. Der CAMPUS Deutschland Chef ist davon überzeugt, dass Aufmerksamkeit der Schlüssel zu den Menschen ist. Es liege an uns, mit offenen Herzen und Augen durchs Leben zu gehen.

Selbstbewusst

Den Abschluss der Konferenz bildeten Andreas „Boppi“ Boppart (Campus für Christus Schweiz) sowie eine Botschafterin aus Simbabwe, die beide authentische Beispiele dafür nannten, wie ein selbst-bewusstes Leben mit Gott aussehen kann. Dabei gehe es „nicht um unsere Konfession, sondern darum, christusähnlicher zu werden”. Im Kern waren sie sich beide einig:Wenn wir die Haltung der Konferenz „Sende mich” leben, können wir ein Leben mit Leuchtkraft führen. 

David M. – Mitarbeiter PRO11 & Projektleiter CAMPUS FSJ

MyFriends ermutigt Christinnen und Christen, ihren Glauben authentisch und ganz natürlich mit ihrem Umfeld zu teilen. Und gerade in der Weihnachtszeit könnte das wichtiger denn je sein, findet Birgit, Mitarbeiterin bei MyFriends. 

Ist Weihnachten wirklich „Stille Nacht, heilige Nacht?“

Kürzlich spazierte ich durch einen Park und genoss die letzten Sonnenstrahlen. Dabei beobachtete ich, wie Menschen miteinander interagierten. Oft sind sie in ihr Handy vertieft und reden kaum. Doch dieses Mal begegneten mir entspannte Menschen im Gespräch. Eine Frau fragte: „Was wird denn dieses Jahr mit Weihnachten?“, und die Antwort kam prompt: „Wie immer.“ Ich musste schmunzeln. Was bedeutet „Wie immer“ eigentlich? Gänsebraten bei Oma und Kaffeetrinken bei uns? Krippenspiel in der Kirche und Abendessen mit den Eltern? Welche Gefühle und Emotionen sind damit verbunden?

Ich kenne eine Frau, für die die Weihnachtstage die schlimmsten des Jahres waren. Seit ihrer Scheidung alleinlebend, konnte sie ihr Kind, das beim Vater lebte, nur stundenweise sehen. Sie litt unter der fehlenden Familie und der Einsamkeit an Feiertagen. Andere wiederum empfinden die traditionellen familiären Verpflichtungen als anstrengend und hoffen, dass alles schnell vorübergeht. Die manchmal erzwungene Harmonie wird als Heuchelei wahrgenommen. Tatsächlich enden Familientreffen an Weihnachten oft im Streit.

Die gegenseitigen Erwartungen sind hoch und werden doch oft enttäuscht. Sogar die Suizidrate steigt an diesen Tagen. Eine „heile Welt“ wird vorgetäuscht, lässt aber so manchen einsam und frustriert zurück.

Licht in die Weihnachtstage bringen

Was wäre, wenn wir in den Wochen vor Weihnachten mit Nachbarn und Freunden ins Gespräch kämen? Fragen wir doch einfach mal: „Wie geht es dir mit den Feiertagen?”,  „Wie würdest du diese Tage am liebsten gestalten?”, „Was ist bei euch Tradition?”, „Was würdest du gerne einmal ganz anders machen?” und „Bedeutet dir der Inhalt des Weihnachtsfestes etwas?”

Im Austausch darüber haben wir sicher die Gelegenheit zu teilen, was uns das Weihnachtsfest bedeutet und wie wir es feiern werden. Diese Tage sind eine gute Gelegenheit, vom Geburtstag unseres HERRN zu erzählen und unserem Gegenüber Mut zu machen, sich mit der Menschwerdung Gottes zu beschäftigen.

Wie wäre es, wenn du Gott ganz konkret bittest, dir 2 – 3 deiner Kontakte zu zeigen, mit denen du ganz bewusst darüber sprechen möchtest? Bete vorher für diese Menschen und für einen „heiligen Moment“ der Begegnung und der Gesprächsbereitschaft. Du könntest, wenn du magst, ein kleines Geschenk mitgeben, wie z. B. die DVD „Jesus“ oder „Maria Magdalena“, die eindrücklich über das Kommen und Wirken von Jesus berichten. Der Jesusfilm ist auch in der Mediathek von Bibel-TV oder in der App Jesus Film zu finden.

Vielleicht freut sich eine alleinstehende Person, wenn sie von dir zu den Feiertagen eingeladen wird oder wenn du an einem der Tage ein Kaffeetrinken für solche Menschen organisierst.

Lass dir von Jesus zeigen, wie du in deinem Umfeld Licht in ein düsteres Leben hineintragen und zum Hoffnungsbringer werden kannst.

„Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt“
(Jesaja 60,1)

Birgit – Mitarbeiterin MyFriends

Wenn nachts die Drohnen kreisen und tagsüber jederzeit die Arbeit von Raketenalarm unterbrochen werden kann … – Ein kleiner Reisebericht von unserem Einsatz in der Ukraine

Gemeinsam mit ART HELPS und Schlafkonzerte war Central Arts für ein Projekt einige Tage in der Ukraine. Auszüge aus Julia Buchs Reiseerlebnissen:

Nacht auf Tag 2

Zum ersten Mal fahre ich in ein Kriegsgebiet. Dem Gefühl der Ohnmacht und des willkürlichen Ausgeliefertseins setzt sich ein stark ansteigendes Gefühl von kindlichem Vertrauen entgegen. Ich vertraue Minute für Minute. Dennoch nehme ich jeden Alarm äußerst ernst, bin insgesamt angespannter und reagiere schreckhafter auf Geräusche. Die Warn-App hatte ich mir Wochen vorher installiert und zur Probe auch bereits nachts in Deutschland auf laut gestellt. Jedes Mal, wenn ich davon wach wurde, verfolgte ich den Live-Ticker, betete und schrieb manchmal direkt meinen Freunden in Kyiv. Meistens kam direkt – auch nachts um 3:00 Uhr – eine Antwort.

 

“Thank you so much for thinking of us! I can hear the Air Force at work right now, and once again we’ve got a total blackout — just my candle and me. No streetlights, no signs, nothing! It’s really scary. I think at our meeting tomorrow at 7 a.m., everyone’s going to be very, very tired.”
(Friend from Kyiv)

Tag 2

Wir kommen verschlafen in Kyiv an, nachdem wir im Nachtzug bis 2:00 Uhr mit einem 73-jährigen Ingenieur geredet haben, der freiwillig und regelmäßig aus den USA in die Ukraine reist, um die Air Force zu beraten. Was für ein mutiger und vitaler Mann! Der Zug scheint voll von Menschen zu sein, die helfen wollen – von solchen, die hinschauen, zuhören und anpacken. Der Organismus der Welt macht auf seine zutiefst verletzten Punkte aufmerksam. Es wird immer Menschen geben, die hingehen. Dieses Mal bin ich eine von ihnen: Als Teil eines gemeinsamen Projekts von ART HELPS, Central Arts und Schlafkonzerte.
ART HELPS investiert seit vielen Jahren in die sogenannte „zweite Hilfe“ – sie schaffen Hoffnung und Perspektive für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Krisengebieten und schwierigen Umständen. Mithilfe von lokalen Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten sowie kreativen Programmen setzen sie den traumatischen Erlebnissen von Hunderten von Kindern etwas entgegen.

Nacht auf Tag 3

Zweimal Alarm in der Nacht – einer davon drei Stunden lang. Um 03:30 Uhr Entwarnung. Unsere ukrainischen Freunde sagen: „Es sind nur ein paar Drohnen unterwegs. Die schafft die Air Force gut. Versucht, allen Schlaf zu kriegen, den ihr könnt!“

Tag 3

Im Creative Hub von ART HELPS in Kyiv spielen wir für Kinder ein Schlafkonzert. Jedes Kind bekommt eine eigene Matte, ein Kissen und eine kuschelig warme Decke und bemalt seine eigene Schlafmaske. Die sanften Klänge lassen die Kinder entspannen, einige schlafen friedlich ein. Die sonst dauerhaft alarmierten Nervensysteme kommen zur Ruhe.

Tag 4

Mit im Raum: die DREAM-SOUND-MACHINE – gebaut während der drei vergangenen Workshop-Tage. Durch einen Schlitz werfen die Kids ihre persönlich gestaltete Traumkarte ein. Jonathan und ich sitzen, als „Human-Sound-Roboter“ verkleidet, in der Maschine und kreieren Melodien und Sounds zu den eingeworfenen Träumen und Wünschen – eine fünfminütige, persönliche Hoffnungs-Melodie für jedes Kind.
Mit dem Sound auf den Ohren driften die Kinder in eine andere Welt ab. Für kurze Zeit sind sie nicht im Krieg, sondern im Land der Träume und ganz bei sich. Sie erleben, wie jemand mit ihnen hofft, dass ihre Wünsche und Träume eines Tages in Erfüllung gehen mögen.
Sie wünschen sich Frieden – natürlich. Aber auch, in die Berge reisen zu können, Barbier zu werden oder einen eigenen Computer zu besitzen.
„Ich würde mich gern trauen, frei reden zu können und mutig und schön singen zu können“, sagt ein zwölfjähriges Mädchen, das mit ihrem Vater aus einem Ort an der Front flüchten musste. So reihen sich die Wünsche und Melodien aneinander.

In der abschließenden Feedbackrunde hören wir die Kids sagen:
„Die Musik war wie eine kuschelige Decke. Ich habe mich geborgen gefühlt.“
„Ich habe meine Träume richtig vor mir sehen können. Dafür bin ich euch so dankbar!“

Es ist Krieg in der Ukraine. Aber das heißt nicht, dass Kinder aufhören zu träumen.

Julia – Mitarbeiterin Central Arts

Irgendwann kam mal ein Pastor vorbei und meinte: ‚Hier oben ist man Gott so am nächsten, und das glaub’ ich irgendwie auch.‘“

Ein Wochenende mitarbeiten auf der Alm. Genau das hat FLOW mit einer kleinen Gruppe Anfang Juni gemacht. Der Wunsch der Gruppe war es, mit einer dienenden Haltung zu kommen – ohne festes Programm, dafür mit der Bereitschaft, Ingrid* – die Sennerin auf der Alm – in ihrem Alltag zu unterstützen. 

Dort oben in den Bergen durfte die Gruppe eine ganz besondere Art von Gottesdienst erleben.

Mitanpacken auf der Alm

Hauptsächlich stand das „schwenden” auf dem Programm – das Schneiden von Latschen, damit die Weideflächen frei bleiben. Ganz spontan ergab sich noch eine weitere Aufgabe: Der Bauer und seine Frau, denen die Alm gehört, hatten eine Wasserquelle entdeckt und sammelten Steine für einen Brunnen. Zwei Personen aus der Gruppe halfen mit, und es war schön zu sehen, wie ein Bauingenieur aus der Gruppe sein Fachwissen einbringen konnte – helfende Hände und hilfreiches Wissen.

Und etwas später bekamen sie die Info – der Brunnen spendet ordentlich Wasser!

Glaubensgespräche inmitten der Berge

Während der Essenszeiten kam die Gruppe gut ins Gespräch. Ingrid war sehr interessiert und stellte viele Fragen zum Glauben und zur Arbeit bei FLOW. Immer wieder kamen tiefere Gespräche über Glaubensthemen auf, bei denen Ingrid ihr persönliches Gottesbild teilte. Auch ihre Freundin Beate* war dabei und am Ende konnte die Gruppe den beiden ein Buch über die Auferstehung schenken.

Wie es sich für eine Gruppe Christen gehört, durfte auch die Gitarre auf dem Berg nicht fehlen. Die Gruppe sang „typische“ christliche Lieder, und Ingrid bat um die Noten des Liedes „Danke für diesen guten Morgen“. Man sieht: Es braucht nicht zwingend einen Gottesdienst oder ein Programm, um Türen für Glaubensgespräche zu öffnen – manchmal reicht allein das „Dasein“ und die Offenheit der Menschen.

Im Sommer auf dem Berg – Im Winter in Italien

Im Winter ist Ingrid in Ligurien bei der Olivenernte und wer weiß – vielleicht ist FLOW auch dort wieder mit am Start, um zu dienen und einfach, um da zu sein und vielleicht auch hier eine besondere Art von Gottesdienst zu erleben. 

Sarah Weisser

*Namen von Redaktion geändert

Als Lucy (11, Name geändert) an ihrer Schule Festival-Freitickets für sich und ihre Familie geschenkt bekommt, konnte sie noch nicht ahnen, dass sie an diesem Abend mehr als Musik erleben würden. Doch dort, mitten auf dem SHINE Festival in Öhringen, erlebt die gesamte Familie eine Begegnung mit Gott. Heute besucht Lucys Bruder regelmäßig eine Jugendgruppe vor Ort.

Geschichten wie diese darf CAMPUS viele schreiben. Doch möglich sind sie nur durch die Unterstützung vieler Missionspartner und Beter und Beterinnen. Dafür sind wir unglaublich dankbar. Und es macht uns Mut – Mut, dass da noch so viel vor uns liegt.

Um den aktuellen finanziellen Herausforderungen zu begegnen ist daher auch unser Erntedank-Spendenziel mutig: Wir glauben, dass wir gemeinsam 75.000 € sammeln können! Wir würden uns unglaublich darüber freuen, wenn du mit einer Sonderspende an diesem Ziel mitarbeitest. Dabei macht jeder Beitrag einen Unterschied – ob 5, 10, 20 oder 500 Euro.

Sei dabei, damit noch viele weitere Menschen die lebendige Hoffnung Jesus finden … ob auf dem Fußballfeld, im Hörsaal, im Ehe-Mentoring, auf der Suche nach Sinn oder auch wie Lucy und ihre Familie. Den aktuellen Spendenstand einsehen und auch selbst spenden kannst du auf campus-d.de/spenden.

Du möchtest Erntedank auch geistlich erleben?

Dann sei bei Erntedank25 dabei! Erlebe einen Abend voller Geschichten, Anbetung und Inspiration – mit Central Arts Worship, Good Weather Forecast und vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Campus für Christus.
Das kostenlose Online Worship Event lädt ein zum gemeinsamen Anbeten, Danken und Bitten. Für Deutschland. Und für die Welt.
Wann: 14. Oktober von 20:00 bis 21:00 Uhr
Teilnahme via Zoom über campus-d.de/erntedank25.

Es geht wieder los! Vergangenen Freitag startete der zweite Jahrgang unseres CAMPUS FSJ in Nürnberg. Sechs junge Menschen bereichern für ein Jahr das Ministry-Leben von PRO11 und SHINE. Auch in Gießen gehen in diesem Jahr vier FSJler für GAiN auf große Fahrt. Ein aufregender Start ins Unbekannte – nicht nur für einen neuen Mitarbeiter, sondern vor allem für die Teilnehmenden, die ihren bisherigen Hafen hinter sich lassen…

Der Aufbruch einer Crew

Plötzlich ging alles ganz schnell: Zwei Monate stand die FSJ-WG in Nürnberg leer. Innerhalb von nur einer halben Stunde änderte sich das schlagartig. Koffer, Kisten und viele junge Leute füllten den Raum. Vorfreude und Anspannung mischten sich zu einer spannenden Atmosphäre – einem Ort, an dem junge Erwachsene zum ersten Mal auf ihre neuen Mitbewohner und Crew-Mitglieder treffen.
„Ich war anfangs nicht so euphorisch, hatte ich mich doch gerade erst zu Hause verabschiedet.“ Die Vorfreude auf das Jahr war groß, dennoch musste sich die Crew erst kennenlernen. Deshalb ging es für zwei Nächte zu den Starttagen ins Fränkische, um sich auf das gemeinsame Leben einzustimmen.

Erste Manöver mit einem Ziel

Jedes Crewmitglied bekam eine Aufgabe. Egal, ob als Putzchef, Fahrer oder DJ – jeder durfte seine Gaben einbringen und Verantwortung übernehmen. Nach ersten Gesprächsrunden im Speeddating-Format und Stärkentests wurde schnell klar: Die FSJler sitzen im selben Boot und teilen viele Interessen. Die Erwartungen klangen dabei ähnlich: Persönlich wie geistlich wachsen und gemeinsam Spaß auf der Reise haben. Im Laufe der Zeit ist die Gruppe regelrecht aufgetaut. Auf den Fahrten wurde lautstark gesungen, es bildeten sich die ersten Insider und FSJ-Unoregeln. Durch erlebnispädagogische Inhalte wurde verdeutlicht, welchen Stellenwert das Zusammenspiel der Crew hat und welchen Einfluss Gott auf ihr Leben nehmen möchte. „Ich fühle mich jetzt schon in der Gruppe wohl“ lautete das Fazit eines FSJlers am ersten Abend. Es war nicht nur der gemeinsame Start, sondern vor allem das geteilte Ziel, das den Grundstein für ein echtes Teamgefühl legte.

Ein Kompass, der uns vereint

Beim Lobpreisabend wurde Gottes Gegenwart einmal mehr spürbar. Er ist es, der die Geschichten der sechs vereint und sich auf die gemeinsame Reise freut. In einer Zeit der Stille durften die FSJler dann nicht nur beten, sondern auch einen Brief an ihr zukünftiges Ich schreiben. Es war ein Moment des Innehaltens, der den Fokus aufs Wesentliche setzen sollte. Ein Moment der Ruhe, bevor im Hub-Alltag wieder neue Wellen an Eindrücken auf sie warten sollten. Wir (Mitarbeitenden) freuen uns auf die gemeinsame Reise und sind davon überzeugt, dass Gott eine tolle Crew an Bord gebracht hat.

Volle Kraft voraus, Gott hat Großes vor!

David – Anleiter CAMPUS FSJ

Für die GAiN-Mitarbeiterin Anne-Katrin ging es diesen Sommer wieder hoch hinaus. Ob bei einem Rundflug über Rügen, einer Ballonfahrt über den Rhein oder, jetzt ganz frisch, auf einer Fliegerfreizeit – aus der Luft eröffnen sich ihr ganz neue Perspektiven. Auf die Welt unter ihr, aber auch auf ihr Leben. Vom Mutter-Sein ohne Kinder, vom Schwester-Sein ohne Geschwister und vom Verbunden-Sein ohne Ehepartner.

„Schon damals beim Rundflug über Rügen entstand der Eindruck, dass diese Draufsicht das Höchste ist, was man hinsichtlich Inselerlebnissen bekommen kann. Jedes erwanderte oder erfahrene Ziel wie das Jagdschloss Granitz, der Königstuhl, die Nachbarinsel Hiddensee oder Kap Arkona erschienen so klein unter mir. Es war, als würden viele Jahre von Rügen-Urlauben zusammengefasst – mehr würde nicht gehen. Das war zu diesem Zeitpunkt das Highlight schlechthin, auch wenn später auf der zwischenmenschlichen Ebene weitere wertvolle Inselerlebnisse dazu kamen …

So ähnlich ging es mir übrigens auch während der Ballonfahrt den Rhein hinauf, der zehn Jahre Baden-Württemberg zusammenfasste, bevor meine Lebensreise im Herbst 2001 nach Hessen weiterging.

Und jetzt auf der Fliegerfreizeit des CPV, die mehrere Möglichkeiten zum Mitfliegen beinhaltete, stand dieser Eindruck wieder deutlich vor mir. Diese neue Perspektive, die das Mitfliegen einem schenkt, ist ein Bild für das Leben, das durch den Glauben, die Gottesbeziehung verändert wird – diese Perspektive beinhaltet eine Draufsicht, eine Übersicht und eine erweiterte Sicht, als wenn ich auf dem Boden bin.

Aber was heißt das nun konkret?

Ich habe keine leiblichen Geschwister, aber als Gottestochter habe ich viele Geschwister auf der ganzen Welt, die auch zu Jesus gehören und mit denen ich mich verbinden kann. Es auch zu tun, sehe ich als Aufgabe und Verantwortung meines erwachsenen Lebens an.

Ich lebe als Ledige und gestalte mein Leben alleine. Durch die Gemeinschaft der Weg-Gefährten der OJC ereignet sich mein Leben dennoch verbündet, verbunden und verbindlich, wie wir das im Flyer unserer tertiären Laiengemeinschaft beschrieben haben.

Leider habe ich keine eigenen Kinder geboren, was bedeutet, dass immer wieder andere Wege zu suchen und zu finden sind, wie mein Leben Frucht tragen kann, die nicht Leibesfrucht ist. Ich durfte das Großwerden meiner Patenkinder miterleben und für kurze Zeit Tante für Jugendliche in den Slums von Manila und den Kindern der „Arche Noah“ in Uganda sein, wo mir das Leben auch eine wunderbare Erfahrung von Mütterlichkeit geschenkt hat. In die nächste Generation zu investieren und mütterlich zu sein, konnte und kann sich auch auf anderen Wegen ereignen, nicht zuletzt auch durch das finanzielle Mittragen von Projekten, die sich der Jugendarbeit widmen.

Das alles gibt es aber nur durch mein Dasein als Tochter Gottes, weil ich mit Jesus verbunden bin. Diese Sichtweisen sind neue Sichtweisen von Lebenssituationen, die ich, rein menschlich betrachtet, als Mangelsituationen erlebe. Durch den Glauben werden mir neue Perspektiven ermöglicht – wie beim Fliegen eben! Der Glaube und die Beziehung zu Gott sind für mich das Größte, was mir das Leben schenken kann. Schön, dass ich durch das Mitfliegen ein so wunderbares Bild dafür nochmal neu entdecken konnte.

Ich bin mit dieser Sicht auf und in meinem Leben sehr beschenkt, eben genauso, wie sich im Mitfliegen diese neue Perspektive von oben ergibt.”

Anne-Katrin – Mitarbeiterin GAiN

„Einheit ist ein wesentlicher Bestandteil von Mission”, mit diesen Worten startete Flo Stielper (National Leiter Deutschland) in die EASC (European All Staff Conference) von Agape Europe in Berlin. Ausgerechnet in der Stadt, in der einst der Mauerfall gefeiert wurde, kamen erstmals Campus Mitarbeitende aus West- und Ost-Europa zusammen. Unter dem Slogan „Together for Europe” bildeten über 2000 Mitarbeitende und Familienangehörige eine Gemeinschaft, die so viel mehr war als eine Konferenz. In Zeiten von Krieg, politischen Spannungen und einer polarisierenden Gesellschaft, ging es vielmehr darum, Licht zu sein und eine Strahlkraft zu erzeugen, die konfessions- und länderübergreifend seine Wirkung erzielt.

100 Stimmen – Ein König

Das Thema „Einheit” wurde längst nicht nur im Input verarbeitet, sondern auch musikalisch unterlegt. Ein internationales Team von Central Arts leitete die Teilnehmenden regelmäßig durch eine starke Anbetungszeit. Zudem bildete ein Chor aus 100 Leuten einen emotionalen Auftakt, in dem man die Schönheit der Einheit spüren konnte. Gemeinsam vor Gott kommen und Gemeinschaft haben. Darum ging es.

Every day is an opportunity to share Gods love

Neben Javier Garcia, der europäischen Leitung von Cru (Campus Crusade for Christ) waren auch Cru-Chef David Robbins sowie eine Bandbreite aus Speakern von insgesamt fünf Kontinenten anwesend. Von „Einheit“, über die „Erste Liebe” bis hin zur Kirche im 21. Jahrhundert gab es eine Fülle relevanter Themen. Zentraler Gedanke – Die Liebe Gottes, die es zu reflektieren gilt. Egal in welchem Land oder in welchem Ministry:

„Alles was Gott tut, geschieht aus Liebe. Jesus selbst hat die Welt durch Liebe verändert. Es ist an der Zeit, dass die Welt Jesu Liebe durch uns erfährt.”
(Javier Garcia)

Wie dies praktisch aussehen kann, wurde durch eine Vielzahl an mitreißenden Zeugnissen deutlich. Es war sehr ermutigend zu sehen, wie Menschen Gottes Liebe teilen. In Workshops wurden Themen dann nochmals vertieft und eines deutlich: Gottes Liebe zu teilen ist nicht nur wichtig, sondern facettenreich. Es geht nicht nur um Gottesdienstangebote, sondern um einen Lebensstil, der zum Nachahmen anregt. Nicht nur Sonntags, sondern jeden Tag in der Woche!

Ein Marsch für Frieden

Am Donnerstagnachmittag gab es noch ein Highlight: Den Marsch für Frieden. Ein paar hundert Leute machten sich auf den Weg durch Neukölln, um lautstark und mit Lobpreis für Frieden und für Jesus auf die Straße zu gehen. Weitere Outreach Angebote ergänzten den missionarischen Herzschlag. Es wurde deutlich: Die Konferenz sollte keine abgegrenzte Veranstaltung sein, sondern Entsenden. Zudem hatte der EASC auch einen einladenden Charakter. Am letzten Abend gab es die Möglichkeit, Menschen aus der Region zum gemeinsamen Grillen, Input und Lobpreis einzuladen. Eine erste Gelegenheit, das Wirken Gottes nach Außen zu tragen. Mitarbeitende aus ganz Europa teilten Zeugnisse aus ihrer täglichen Arbeit – Bewegende Geschichten über das Handeln Gottes trafen auf berührende musikalische Darbietungen und Agape Youth, die voller Energie und Lebensfreude die Halle zum vibrieren brachten. Den Abschluss bildete ein Konzert von GWF (Good Weather Forecast), bei dem die Besucher und Besucherinnen die gemeinsame Zeit feiern und ausklingen lassen konnten. Es ist nicht verwunderlich, dass dieser Abend rückblickend zu den absoluten Highlights der meisten CAMPUS Mitarbeitenden gehört.

Ein Impact, der bleibt

Die Woche war nicht nur intensiv, sondern bewegend. Es gibt viele Zeugnisse darüber, was Gott im Herzen der Teilnehmenden bewegt hat. Unser Missionsleiter Flo schreibt von einem ukrainischer Mitarbeiter, der folgende Worte über das Abschlusskonzert sprach:

„Since the war broke out 3,5 years ago, i’ve been living in darkness. Tonight during your concert the light came back on for the first time“

Das hat mich tief berührt. Ich liebe es, dass wir einem Gott nachfolgen, der anders ist und sich nicht in eine Box packen lässt. Wir hätten doch erwartet, dass Gott durch die vielen Predigten und Seminaren zu ihm spricht. Doch Gott gebraucht unser kleines Konzert in der letzten Sekunde dieser Konferenz, um diesem Mann zu begegnen.

Was für eine Konferenz. Was für ein Gott und was für eine Liebe, die die Kraft hat, Menschen zu verändern, Einheit herzustellen und Hoffnung zu schenken. Danke an alle, die daran beteiligt waren und lasst uns für alle beten, die die Frucht der Tage ernten werden. Together for Europe!

David M. – Mitarbeiter PRO11

Wir lassen uns neu mit Herz und Kopf vom Evangelium begeistern – in der diesjährigen CAMPUS inside! Das jährliche Inhouse-Magazin ist frisch in den Briefkästen gelandet und bis oben hin voll mit Artikeln, die es in sich haben.

Lass dich von Patrick Knittelfelder zu einem guten Umgang mit Erfolg und Misserfolg inspirieren, lerne von Angelika Röhm, wie wir zu Hoffnungsträgern und -trägerinnen werden können, und erfahre, wie Simon ganz natürlich seinen christlichen Glauben mit seinen muslimischen Freunden lebt und teilt. Diese Geschichten und so viel mehr kannst in unserer diesjährigen Ausgabe lesen.

Dein Briefkasten war leer? Kein Problem! Lies die CAMPUS inside hier digital und abonniere sie am besten direkt für das nächste Jahr. Natürlich alles kostenlos.

Neulich ist mir beim Suppe-würzen ein Missgeschick passiert: Meine Lieblings-Gemüsesuppe wurde ungewollt zur Knoblauchbombe. Da wurde mir wieder bewusst: Weniger ist oft mehr!

Dieses Prinzip gilt auch in unserem Glauben. Einige von uns vom MyFriends-Team nehmen dieses Jahr an einem Training (SHIFT) teil, das uns zeigt, wie Jesus gelebt und in Menschen investiert hat, um eine weltweite Bewegung zu starten. Eine prägende Aussage dabei war: „Focus on the few to reach the many“ (Auf wenige fokussieren, um viele zu erreichen). Jesus hat in seinem dreijährigen Dienst auf der Erde enormes bewirkt, indem er seine Jünger intensiv lehrte und ausrüstete. Diese haben nach seiner Himmelfahrt eine Bewegung von Christen angestoßen, von der wir heute noch zehren.

Aus Beziehung zur Bewegung

Doch wie hat Jesus das geschafft? Er heilte und lehrte zahllose Menschen, verbrachte aber die meiste Zeit mit seinen Jüngern – den Dreien und den Zwölfen. Er forderte sie heraus: „Komm, folge mir nach!“, und sie folgten ihm. Sie gingen Seite an Seite mit ihm und wurden zu Menschenfischern, die das Gelernte weitergaben.

Ich träume von einem neuen Kapitel dieser Geschichte – von Jüngern Jesu in Deutschland, die Gottes Liebe im Alltag weitergeben und für Menschen beten. In England zeigt „The Quiet Revival“, wie so etwas aussehen kann: 2024 kehrten dort zwei Millionen Menschen, vor allem junge Männer, in die Gemeinden zurück!

Seite an Seite

Aus unserem Visionssatz begeistert mich besonders der Teil „Seite an Seite Gott entdecken und erleben“. Physisch können wir nur mit wenigen Menschen Seite an Seite gehen. Geistlich ist es ähnlich: Wir können den Glauben im Alltag mit wenigen teilen. Doch diese wenigen reichen aus, wenn der Heilige Geist dabei ist! Er befähigt uns, bestätigt unsere Identität und gibt uns die richtigen Worte, um von unseren Erlebnissen mit Jesus zu erzählen.
Wir haben den Heiligen Geist und die Lehre Jesu – alles, was die Jünger damals hatten. Wir sind ausgerüstet! Überlege einmal: Wer sind die wenigen, die Gott für dich vorbereitet hat, mit denen du beten und deinen Glauben teilen kannst? Wenn dir nicht direkt jemand einfällt, kannst du Gott bitten, dir diese Menschen zu zeigen. Jesus sagte: „Die Ernte ist groß, doch es sind nur wenige Arbeiter da. Bittet deshalb den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt“ (Lukas 10,2). Lass uns erwartungsvoll die Augen offen halten und einander dazu ermutigen.

In deinem direkten Umfeld findest du keine entsprechende Person? Dann melde dich gerne für eine MyFriends Discovery Online-Kleingruppe an. Und wenn du auf der Suche nach Tools und Tipps zum gemeinsamen Glaubenswachstum bist, wirst du auf der MyFriends-Website fündig – zum Beispiel mit dem Bible Discovery oder unserem neuen MyFriends-Kleingruppenheft.

Erst einer, dann wenige

Jesus fokussierte sich allerdings noch vor „den wenigen” auf EINEN: Gott den Vater. Seine Beziehung zum Vater war das Wichtigste in seinem Leben. So ist auch Gott unsere Quelle für alles. Ich lade dich ein: Lass uns gemeinsam auf den EINEN und dann auf die wenigen fokussieren, Seite an Seite mit ihnen gehen und erwartungsvoll auf das Wirken von Gottes Geist in Deutschland blicken. Bist du dabei?

Tini H. – Leiterin MyFriends Deutschland