MAT 2026: Vier Tage voller Gemeinschaft und Begegnung

Es ist wieder soweit: Die Zimmer sind geputzt, der Crepé-Stand steht bereit und das Wetter ist herrlich. Rund 200 Campus- und GAiN-Mitarbeitende mit ihren Familien treffen sich zur alljährlich Mitarbeitenden-Tagung „MAT” im Monbachtal bei Bad Liebenzell.

Die Vorfreude ist groß, endlich wieder allen Mitarbeitenden aus ganz Deutschland, von sechs Standorten, gegenüber zu stehen. Zumal der Kontakt das restliche Jahr oftmals nur per Mail erfolgt. Die Gästehäuser der Liebenzeller Mission im Monbachtal bieten für unsere große Gruppe den perfekten Ort für das freudige, viertägige Wiedersehen. Neben dem Abenteuergolf-Angebot, den großzügigen Rasenflächen für Fußball und Volleyball und den idyllischen Wanderrouten im umliegenden Schwarzwald, war der schwäbische Kuchen im Hauseigenen Café am Nachmittag definitiv ein Highlight.

Lebensregel: Wir leben einfach – großzügig – aufmerksam

Passend zum Motto der Gästehäuser „Dem Leben begegnen” war das Kernthema der diesjährigen MAT unsere „Lebensregel”. Wie können wir in einer rastlosen Welt aufmerksam leben und die Kraft der bewussten Präsenz entdecken? Wie können wir zu wachen Zeugen werden, die achtsam und präsent durchs Leben gehen und unterbrechbar bleiben für die Nöte unserer Mitmenschen?
In den Hauptveranstaltungen, die jeweils am Vor- und am Nachmittag stattgefunden haben, durften wir Mitarbeitenden voneinander lernen, welche Gewohnheiten wir in unseren Alltag integriert haben, um uns immer wieder auf das Wesentliche auszurichten.

Micha 6,8
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist / und was der HERR von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben / und achtsam mitgehen mit deinem Gott.
Der Programmablauf hat die drei Lebensregeln des Leitungsteams deutlich widergespiegelt: Wir haben großzügig auf Erfolge und neue Mitarbeitende angestoßen. Wir waren aufmerksam in der Anbetung und im Lobpreis und wir durften in aller Einfachheit gemeinsam das Abendmahl feiern. Auch unsere verschiedenen Arbeitsbereiche kam zum Ausdruck: Ob bei der Lobpreiszeit mit central arts, den musikalischen Beiträgen von crescendo oder im Interview mit unserer neuen Ministry HAYAT: Es war beeindruckend zu erleben, wie so viel Vielfalt im Einklang miteinander harmonieren.

Shoppen, was das Zeug hält

Auch im Freizeitprogramm waren die Campus-Arbeitsbereiche stark vertreten. So konnten alle
Teilnehmenden den Pop-up-Secondhand-Store von GAiN besuchen, der während der gesamten MAT eine großzügige Auswahl an gespendeten, liebevoll aufbereiteten Kleidungsstücken anbot. Der Erlös fließt in die Arbeit von GAiN, die derzeit in über 50 Krisengebieten der Welt humanitäre Hilfsprojekte unterstützt.
Außerdem im Freizeitangebot unserer Ministries: Trail-Run mit FLOW durch den Nord-Schwarzwald, ein Fußballmatch zwischen GAiN und PRO11, Gospelworkshop mit central arts und noch viel mehr.
Und so endete die MAT 2026, nachdem am Samstagabend noch einmal ausgelassen getanzt wurde, mit vollen Herzen, bereichernden Impulsen, wertvoller Gemeinschaft und großer Vorfreude aufs nächste Jahr.
Laura W. – Mitarbeiterin creative lab

“Wir machen’s ORDENtlich” und haben deshalb unter diesem Thema zu unserer jährlichen Mitarbeitenden-Familien-Tagung (MAT) im Monbachtal den einstigen Prior der OJC Reichelsheim und heutigen Verlagsleiter des fontis Verlags, Dr. Dominik Klenk, als Hauptreferent eingeladen. Denn wir verstehen uns als ein ordensinspiriertes Movement. Wir mögen die iroschottische Mönchsbewegung, die dem in der barbarischen „Völkerwanderung” niedergegangenen Europa im 6. Jahrhundert die Bibel, das Evangelium und damit auch wieder Kultur brachte.

Vier Tage CAMPUS pur

Den belebenden äußeren Rahmen der Tage bot das wunderschön weitläufig angelegte Gästehaus-Gelände Monbachtal. Dessen 200-Betten-Kapazität reicht für uns nur fast. Nach Regen am Anreisetag lockte uns fortan fast schon sommerliches Frühlingswetter ins Freie. Das Café-Außengelände wurde zu DEM geschätzten Kommunikationsort. 

Das stärkste Echo fand Dominik Klenk mit seiner Herausforderung an uns, die drei prägenden Lebensbereiche „Spiritualität”, „Beziehungen” und „Arbeit” bewusst und entschieden in eine gesunde fruchtbare Relation und Rangfolge zu setzen. Durch ihn angeregt setzten wir uns zudem einmal mehr mit unseren Wurzeln auseinander. Dazu waren Hanspeter und Vreni Nüesch, einstige Leiter von Campus für Christus Schweiz, eingeladen. Hanspeter konnte uns authentisch von seinen vielen, in ihm tiefe Spuren hinterlassenden Begegnungen, mit unserem Gründer, Dr. Bill Bright (USA), erzählen. Da sich unsere Community in den letzten vier Jahren deutlich verjüngt hat (weit über die Hälfte unserer Mitarbeitenden gingen bzw. kamen neu hinzu) bot dieser persönliche Bezug zu unseren Wurzeln gerade für unsere Neuen viel Erhellendes. 

Das Highlight – so zeigen die Rückmeldungen – war für sehr viele von uns der „Kreuzweise”-Abend. So, wie sonst zu den gleichnamigen Lesetouren durch Deutschland und die Schweiz, stellte unser Ministry Central Arts mit Andreas Boppi Boppart das von ihnen gemeinsam herausgegebene theologisch-künstlerische Buch „Kreuzweise” vor. Mit berührend-tiefschürfend-humorigen Worten, mit Musik in einer Bandbreite von energetisch mitreißend bis rückenschauererzeugend, mit einladend hineinnehmendem Gebet und moderner, augenöffnender, veranschaulichender Grafik. Sechs Begegnungen mit Christus – rund ums Kreuz – für die Sinne in Szene gesetzt und in Buchform gepackt, sind ein bewusst platzierter Beitrag von uns, um gemeinsam am Kreuz wieder zum Staunen zu kommen. Um Zugang zum Kreuz zu finden, statt intern christlich fruchtlos darum zu streiten. 

Wenn CAMPUS zusammen leidenschaftlich glaubt

Passend zum Ordensaspekt unserer Tagung bot ein Mitarbeiter unseres Fußball Ministrys Pro11 morgens 7:00 Uhr gemeinsames Psalmgebet an. Das war selbst für mich „Urgestein” neu, als Gruppe viele Psalmen am Stück zu beten und dabei auch körperlich, per wiederholtem Niederfallen vor Gott, zu beten. Was ich sonst vom Beten nicht so kenne: meine Muskeln haben’s mich danach noch eine Weile spüren lassen.

Am Sonntag erlebten wir erstmals ein Abendmahl mit gesungenen alten liturgischen Elementen, kombiniert mit modernem Lobpreis. Ein Kollege meinte dazu: „Hast du das auch bemerkt? Beim modernen ‘Heilig, heilig’ nach der gesungenen Liturgie ‘stand die Luft’. Das war so ein besonderer, heiliger Moment…” Und ich sah Tränen fließen. Jemand erzählte danach von einer tief berührenden Gotteserfahrung …

Der abschließende Gottesdienst am Sonntag bot unserem Leiter Flo Stielper die Chance, das in diesen Tagen Gehörte und Bewegte in einen gemeinsamen Blick nach vorn zu formen, anzuknüpfen, weiterzuführen und uns herauszufordern, Jesus ordensinspiriert verbindlich nachzufolgen. Die Reaktionen darauf haben gezeigt: Die Botschaft kam an. Ermutigt, wertgeschätzt, beschwingt, orientiert und gesegnet konnten wir das Monbachtal verlassen, um zu leben, was wir gehört haben. 

Und das sagen andere Mitarbeitende über die MAT24:

„…sehr viel Wertschätzung…” – „…hier gehöre ich hin, das ist meine Community“ – „…inspirierende Gedanken zum Thema klösterliche Formation / klösterliches Leben…” – „…Top Inspirationen! ..:” – „…Motivation zur Nachfolge..:” – „…der Satz: ‘Die Seele geht zu Fuß’…” – „Danke – es war meine erste MAT und es war mega gut, auch um Campus und Kollegen kennenzulernen. Weiter so.” – „DANKE für den Themenwahl, die Wertschätzung der Ministries beim Awards-Abend…”

Friedemann Schwinger – Geschäftsleitung Campus für Christus