Begonnen hat es nicht mit einem Plan, sondern mit einer Sehnsucht – und vielen Gebeten. Ein paar Fußbälle, eine erste Fußballschule und eine Vision: Gottes Liebe durch Fußball sichtbar zu machen. Heute ist PRO11 mehr als ein Projekt. Es ist ein Movement – getragen von Leidenschaft für diesen wunderbaren Sport, von Liebe zu Menschen und von einem tiefen Vertrauen auf Jesus. Am 28. Februar 2026 feierte PRO11 im Hopfensaal in Georgensgmünd das fünfjährige Bestehen. Und in mir bleibt die Frage: Wenn Gott in fünf Jahren so viel bewegen konnte – wie viel mehr wird künftig noch möglich sein?
Von der Vision zum Movement
Der stimmungsvolle Abend begann mit einer PRO11-Gesprächsrunde mit Gründer Lucas und Kollege Tobi, die den Blick bewusst auf die Anfänge richtete. Schnell wurde deutlich: Die Geschichte von PRO11 begann nicht erst vor fünf Jahren – sondern noch viel früher.
2015 erlebte Lucas während eines FSJ in England, wie durch Sport Menschen erreicht wurden, die sonst kaum jemand im Blick hatte. Fußball wurde zur Brücke für Hoffnung, Beziehungen und Glauben. Diese Erfahrung ließ ihn nicht los. Zurück in Deutschland wuchs der Wunsch, eine ähnliche Arbeit hier aufzubauen. Bei einem ersten „Testlauf“ einer Fußballschule betete er um ein klares Zeichen: Wenn 30 Kinder kommen, gehe ich weiter – bei 50 oder mehr ist es für mich eine eindeutige Bestätigung. Am Ende standen über 60 Kinder auf dem Platz.
Das zeigt die geistliche DNA dieser Arbeit: Vertrauen, dass Gott Türen öffnet und bestätigt. „Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln.“ (Psalm 37,5)
Damit war klar: Aus der Vision sollte Realität werden und aus einem Schritt der Beginn einer Bewegung, die bis heute auf Gottes Führung vertraut und die Bereitschaft hat, nächste Schritte zu gehen.
Doch eine Vision bleibt nur dann lebendig, wenn andere sich anschließen. PRO11 wurde nicht durch Einzelkämpfer getragen, sondern durch Gemeinschaft – durch Menschen, die sich rufen ließen und Verantwortung übernahmen. Es war kein Erfolgsrezept, sondern ein gemeinsamer Glaubensweg. Oder wie es an diesem Abend passenderweise zusammengefasst wurde:
„Gott beruft nicht die Fähigen. Er befähigt die Berufenen.“
Heute sind es 17 hauptamtliche Mitarbeitende – unterstützt von zahlreichen Ehrenamtlichen, Unterstützern und Betern. Und auch an diesem Abend wurde sichtbar, wie viel Herzblut in dieser Arbeit steckt: Staff und weitere Supporter investierten unzählige Stunden in Vorbereitung, Dekoration, Technik, Musik und Organisation. Selbst rund 200 Gäste wurden mit selbstgemachten köstlichen Bowls versorgt.
Mehr als Fußball: Rezas bewegendes Zeugnis mit PRO11
Zwischen sportlicher Faszination und persönlicher Ermutigung wurde sichtbar, worum es PRO11 im Kern geht: Menschen in ihrem Wert zu stärken. Wie konkret das aussieht, zeigte eines der bewegendsten Zeugnisse des Abends. Die Geschichte von Reza aus dem Iran. Verheiratet, Vater einer Tochter, mit eigenem Geschäft – bis Krieg und Flucht alles veränderten. Ein neues Land, eine fremde Sprache, Isolation.
Und dann eine Einladung zum PRO11-Heimspiel – einem sozialen Projekt in Kooperation mit der Heilsarmee Nürnberg. Neunzig Minuten Fußball. Ein kurzer Impuls. Gemeinschaft. Gesehen werden. Hoffnung hören.
Reza sagte später: „Ihr von diesem Treff von PRO11 seid mein Jahreshighlight.“
Mehr zum Heimspiel kannst du dir hier ansehen: https://youtu.be/6xyT4FTkhuo
Solche Geschichten zeigen, was hinter der Vision steht. Für manche ist es ein Ball und ein paar Stunden Zeit pro Woche. Doch in Gottes Händen entstehen Orte, an denen Menschen Annahme erfahren und das Evangelium erlebbar wird.
Orte, an denen Vertrauen wächst
Vielleicht ist das eines der Geheimnisse von PRO11: Es geht nicht nur um Fußballschulen oder einzelne Events, sondern um kontinuierliche Beziehungen – direkt vor Ort. Seit dem Start in 2021 sind alleine 16 lokale Projekte entstanden. Orte, an denen Woche für Woche Vertrauen wächst. Orte, an denen Menschen wie Reza nicht nur einmal eingeladen werden, sondern bleiben dürfen.
Um diese Arbeit weiterzuführen und auszubauen, wurde an diesem Abend konkret eingeladen, auch finanziell Verantwortung mitzutragen. Das Spendenziel von 30.000 Euro sollte in das FSJ-Programm sowie in genau jene lokalen Projekte fließen, die langfristige Beziehungen ermöglichen. Dieses ambitionierte Ziel wurde nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen: Insgesamt kamen 30.509 Euro zusammen. Ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie reich Gott versorgt – und wie er PRO11 durch die Großzügigkeit vieler Geber mit den nötigen finanziellen Ressourcen beschenkt. Voller Dankbarkeit und Staunen dürfen wir alle sehen, wie Gott wirkt und Türen öffnet, damit diese Arbeit weiter wachsen kann.
Ein Abend, der nachwirkt
Lobpreiszeiten und gemeinsame Gebete verliehen dem Abend immer wieder eine ruhige geistliche Tiefe. Und als Timo, Mitarbeiter bei SHINE, zum Abschluss legendäre Fußballmomente mit Wortlaut, Emotion und Leidenschaft exakt und auswendig rezitierte – vom WM-Finale 2014 bis zur unvergesslichen Pressekonferenz mit Giovanni Trappatoni – verband sich sportliche Begeisterung mit ehrlicher Dankbarkeit für das, was Gott in fünf Jahren wachsen ließ.
Als Ehrenamtlicher gehe ich an diesem Abend erfüllt, inspiriert, dankbar und bestens gesättigt nach Hause – aber nicht mit dem Gefühl, Zuschauer gewesen zu sein. Sondern Teil einer Bewegung, die für Gott noch lange nicht zu Ende ist. Denn sein Auftrag läuft längst. Und wir dürfen uns anschließen.
Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Botschaft von fünf Jahren PRO11: Gott beruft nicht die Fähigen. Er befähigt die Berufenen. Nicht jeder muss der Erste sein, der aufsteht. Aber jeder kann der Nächste sein.
Marco Meindorfer
Ehrenamtlicher Mitarbeiter bei PRO11
Der Aufbruch einer Crew
glichkeiten zur Mitarbeit sind dabei so vielseitig wie unsere Angebote: Egal ob Kochskills, Social-Media-Kenntnisse, Ersthilfe-Erfahrung oder die Arbeit mit Menschen – bei uns ist jeder willkommen.
ich mit unserem Leben: Wir alle sehnen uns nach Liebe, Respekt und Anerkennung. Dabei versuchen wir auf unterschiedlichste Art und Weise dieses Loch zu füllen, doch es klappt nicht. Der Durst wird nicht gestillt und weitere Löcher (durch Verletzungen, Worte etc.) erschweren den Prozess. Es ist ein Umstand, den nur einer retten kann: Jesus. Er ist es, der unsere kaputten Herzen heilt und eine neue Perspektive schenkt. Wie ein Klebeband, das die Löcher verschließt und eine Liebe, die bleibt und Wert verleiht.
Dieselben Bilder – Verschiedene Geschichten
Abschiede fallen einem schwer, doch bin ich dankbar und stolz, Wegbegleiter von wundervollen Menschen gewesen zu sein, deren Geschichte noch lange nicht zu Ende ist. Ich freue mich auf all die Bilder, die noch folgen werden und an dem Herrn, der Autor all dieser Zeugnisse ist. Ihre Leidenschaft für Jesus bleibt bestehen. Er wird immer treu an ihrer Seite sein.
Während eines unserer letzten Fußball Camps hatte Lukas, einer unserer
Konkret helfen sie uns, 
„Danke dass ihr hierher gekommen seid, um mit meinem Sohn Fußball zu spielen.”
Und plötzlich ist es Mittwoch …
Mehr als Fußball
Das stärkste Echo fand Dominik Klenk mit seiner Herausforderung an uns, die drei prägenden Lebensbereiche „Spiritualität”, „Beziehungen” und „Arbeit” bewusst und entschieden in eine gesunde fruchtbare Relation und Rangfolge zu setzen. Durch ihn angeregt setzten wir uns zudem einmal mehr mit unseren Wurzeln auseinander. Dazu waren Hanspeter und Vreni Nüesch, einstige Leiter von Campus für Christus Schweiz, eingeladen. Hanspeter konnte uns authentisch von seinen vielen, in ihm tiefe Spuren hinterlassenden Begegnungen, mit unserem Gründer, Dr. Bill Bright (USA), erzählen. Da sich unsere Community in den letzten vier Jahren deutlich verjüngt hat (weit über die Hälfte unserer Mitarbeitenden gingen bzw. kamen neu hinzu) bot dieser persönliche Bezug zu unseren Wurzeln gerade für unsere Neuen viel Erhellendes.
Das Highlight – so zeigen die Rückmeldungen – war für sehr viele von uns der „
bis rückenschauererzeugend, mit einladend hineinnehmendem Gebet und moderner, augenöffnender, veranschaulichender Grafik. Sechs Begegnungen mit Christus – rund ums Kreuz – für die Sinne in Szene gesetzt und in Buchform gepackt, sind ein bewusst platzierter Beitrag von uns, um gemeinsam am Kreuz wieder zum Staunen zu kommen. Um Zugang zum Kreuz zu finden, statt intern christlich fruchtlos darum zu streiten. 
Der abschließende Gottesdienst am Sonntag bot unserem Leiter Flo Stielper die Chance, das in diesen Tagen Gehörte und Bewegte in einen gemeinsamen Blick nach vorn zu formen, anzuknüpfen, weiterzuführen und uns herauszufordern, Jesus ordensinspiriert verbindlich nachzufolgen. Die Reaktionen darauf haben gezeigt: Die Botschaft kam an. Ermutigt, wertgeschätzt, beschwingt, orientiert und gesegnet konnten wir das Monbachtal verlassen, um zu leben, was wir gehört haben. 




Am Nachmittag konnten wir unsere Passion für den Sport und Glauben verbinden. In einer Soccerhalle tobten wir uns nicht nur sportlich aus, sondern wurden auch herausgefordert. Jeder Teilnehmer bekam eine Challenge, die es umzusetzen galt. Die Idee: Herausforderungen bestreiten, die es auf den Plätzen immer wieder gibt, wie einen Impuls in der Halbzeit zuhalten (selbstverständlich auch mal auf Englisch) oder einen Glaubenskurs für Erwachsene vorzustellen. Mit Fallbeispielen versteht sich. Ganz praxisnah, genau wie unsere Arbeit. Es war unheimlich bereichernd, die Aktionen auszuwerten und gemeinsam zu lernen.
Es ist kurz vor 0 Uhr. Wir befinden uns mit einem vollkommen übermüdeten, aber bis in die Haarspitzen motivierten Team an der Grenze zwischen Serbien und Montenegro. Nur noch eine Grenze gilt es zu überwinden, dann sind wir nach 17 Stunden Autofahrt endlich angekommen. Zu siebt waren wir auf dem Weg zu einem Fußball Mission Trip nach Mojkovac, einer kleinen Stadt im Norden Montenegros. Im Gepäck hatten wir u.a neue Fußballschuhe, Bälle und Kleidung eines bekannten deutschen Sportartikelherstellers. Der Verkaufs Warenwert lag locker bei 10 000€. Die Artikel haben wir mitgebracht, um die bedürftige Roma Community im Land zu beschenken und zu segnen.
Währenddessen sitzt der verbleibende Teil des Teams im Auto und betet Sturm für Gottes Eingreifen und Schutz in dieser Situation. Nichtsdestotrotz bleibt der Beamte bei seiner Meinung und gestikuliert wild in Richtung unseres Autos. Doch auf einmal passiert etwas, mit dem keiner gerechnet hat. Anstatt auf die hinter uns liegende Straße zu zeigen, weist der Beamte mit seinem stetigen „No, Go!” auf einmal zur Grenze nach Montenegro und lässt uns vollkommen unerwartet mitsamt den Kisten im Kofferraum ziehen. Vollkommen überrascht und überwältigt passieren wir ohne weitere Probleme die Grenze zwischen Serbien und Montenegro und haben seitdem ein Erlebnis mehr im Gepäck, was wir so schnell nicht wieder vergessen werden.