PERSONANZ 26 – mitten unter euch

PERSONANZ – Das Crescendo-Inspirationsfest für professionelle Musik- und Kunstschaffende in der Musikstadt Leipzig

PERSONANZ – der Name ist Programm:

Wie kann etwas von Gott in unserem Leben hindurch- (per) klingen (sonare)? Auch inmitten von Missstimmung (Dissonanz), von Reibungen, die sich nicht so leicht in Wohlklang (Konsonanz) auflösen, aber die sich dann doch in einen Lebensklang einbetten, der echt ist.

So ein Ort war die PERSONANZ für die Musik- und Kunstschaffenden, die am letzten Wochenende im April nach Leipzig gekommen waren, um Leben zu teilen, um voneinander zu lernen und sich und andere mit Musik zu beschenken.
Hier wurde sie lebendig, die Vision von Crescendo:

Wir vernetzen, inspirieren und stärken professionelle Musikerinnen und Musiker in Klassik und Jazz, damit ihre Kunst, ihr Leben und ihre Spiritualität sich gegenseitig beflügeln und Resonanzräume für Gott entstehen.

Franz Weidauer, der Leiter von Crescendo Deutschland, machte fünf Aspekte der Vision deutlich. Es war klar: Gottes Reich ist „mitten unter euch“. Der Titel unserer PERSONANZ wurde alltagsrelevant und erlebbar.

1. Multiplikation & Jüngerschaft

Wer die Liebe Gottes erfahren hat, der trägt ein Feuer im Herzen: Er will andere mit dieser Liebe in Berührung bringen. Das gehört zur DNA von Crescendo: In der professionellen Musik- und Kunstszene wollen wir Menschen zu Gott führen.
Es ist eine Ansteckung durch Resonanz. Eine Schwingung erzeugt woanders Schwingung. Ein brennendes Herz entzündet das nächste.

Franz fragte:

Wann hast du das letzte Mal mit jemandem über den Glauben gesprochen?
Was verhindert derzeit, dass sich der Klang des Reiches Gottes durch dich ausbreitet?

2. Persönlichkeits- & Potentialentfaltung

Wie wäre es, wenn Gott überall Raum bekommt: im Arbeitsalltag, im privaten Leben, in den Beziehungen? Im Musikerleben bedeutet dieser ganzheitliche Ansatz: geistliches Leben, künstlerisches Schaffen und private Bereiche sind verbunden und blühen gleichermaßen auf. Das wollen wir bei Crescendo fördern.

Gott liebt es, wenn wir die Partitur, die er für uns geschrieben hat, nicht nur lesen und wahrnehmen, sondern auch spielen und sie zum Klingen bringen. Wir brauchen uns nicht vergleichen, denn Gott hat etwas besonderes für Jeden von uns.

3. Himmlische Innovation & Co-Creation

Es ist unglaublich, aber wahr: Wir sind Gottes Mitarbeitende!
Wir glauben: Wenn sich Musiker bei ihrem Musikschaffen, also beim Proben, in den Konzerten, beim Unterrichten oder Komponieren, von Gottes Geist leiten lassen, entstehen Räume, wo der Himmel die Erde berührt und Menschen volles Leben erfahren.

Das wichtigste Ziel ist dann nicht mehr, sich selbst zu verwirklichen und zu profilieren, die eigene Karriere zu fördern oder am besten sein zu müssen. Exzellente Musik dient dann der Ehre Gottes und macht Raum für Sein Wirken. Dadurch können Menschen Wiederherstellung, Heilung, Innovation und prophetische Worte empfangen. Gottes Herrlichkeit wird sichtbar.

Eine Teilnehmerin der PERSONANZ schreibt: 

Das Konzert „Sounds of the Unseen World“ war so himmlisch. Das war ein Erlebnis, das ich noch nie so kannte. Ich bin sehr angespannt und unruhig angekommen und bin erfüllt und befreit nach Hause gefahren.

Vielleicht lohnt es sich, sich mal zu fragen: 

Arbeite ich gerade für Gott oder mit Gott? Wo fühle ich mich wie ein erschöpfter Arbeiter, und wo wie ein spielendes Kind an Seiner Seite?

4. Geistliche & Kreative Community

Wir brauchen einander: als Christen aber auch als Musiker und Künstler. Das Zentrum und der Kern von Crescendo sind die Begegnungen untereinander und das Leben von echter Gemeinschaft. Deshalb sind uns die Treffen so wichtig: große, wie die PERSONANZ, aber auch kleinere wie z. B. an Hochschulen, in Orchestern und Ensembles, in Jazzbands und Dance Companies, etc.

So entstehen Zellen geistlichen Lebens. Alle haben etwas zu geben und alle sind auch bedürftig. Wir teilen unseren Glauben und bringen so Hoffnung und hingegebene Liebe an Orte kulturellen Lebens.

5. Transformation & Resonanzräume

Normalerweise wollen wir schnellen Erfolg und Quick-Fixes für unsere Probleme und Nöte. Doch Gott ist anders. ER führt uns zu wahrer Transformation. ER hilft uns, alte Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen, damit Raum für Neues, Heilsames, Leben-Spendendes entsteht.

Als Musikschaffende bringen wir Schönheit in und durch Musik in die Gesellschaft und helfen so bei ihrer positiven Transformation. Wir wünschen uns, dass das Evangelium „eine Bühne“ bekommt und an kirchenferne Orte gelangt. Auf diese Weise werden Brücken für Menschen gebaut, die Glauben und Hoffnung aufgegeben haben.

Bei der PERSONANZ haben wir z. B. an Menschen auf der Straße Musik verschenkt. Ob sie dabei auch Gottes Liebe gespürt haben? Was war es wohl, warum dieser Mann gar nicht mehr weggehen wollte, auch lange nach seinem persönlichen Sound Portrait?

Aber auch mitten im Musikeralltag möchten wir das erleben. Eine Musikerin erinnerte sich z. B. an dieses Erlebnis, als eine Kollegin nach der Probe meinte: 

Als du in den Raum kamst, hörte der Streit zwischen dem Cellisten und dem Dirigenten auf und es breitete sich Frieden aus.

Das ist das Wirken von Gottes Geist, der in uns lebt und deshalb auch dort ist, wo wir sind!

Wir wünschen uns, dass alle, die mit Crescendo verbunden sind, das erleben: Gottes Reich ist „mitten unter euch“, also mitten im eigenen Leben und weit darüber hinaus wirksam.

Du möchtest noch tiefer in die PERSONANZ 26 eintauchen? Dann erlebe Inputs, Teilnehmenden-Stimmen und Fotos der PERSONAN 26 online!

Claudia – Mitarbeiterin Crescendo

Ein Cello lehnt an einem Stuhl. Der Stuhl steht auf einem Berg, umgeben von Nebel. Auf dem Bild steht der Text „we paint your portrait in music”.

Hast du schon mal ein Musikstück gespielt bekommen? Für dich ganz persönlich gestaltet? Ganz einzigartig, so wie du ja auch einzigartig bist? Bei den Sound Portraits geschieht genau das. Wir malen das Porträt nicht mit Farben, Pinsel und Papier, sondern mit Klangfarben, unseren Instrumenten und unseren Stimmen, nicht zum Sehen, sondern zum Hören. Aber wo? Warum nicht in der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz! Hier bietet es sich an, Menschen mit Musik zu segnen! Innerhalb der „Kulturkirche Chemnitz” hatten wir zu „musikalischen Postkarten” eingeladen. Und fragten uns im Vorhinein: Wird sich jemand trauen, eine anzunehmen?

Ein Wochenende in der Kulturhauptstadt

Da standen wir nun, 7 Musiker aus unserem Netzwerk crescendo, von verschiedenen Orten aus Deutschland zusammengekommen, an einem windigen Freitagnachmittag Ende Mai unter den Arkaden der Jakobikirche mitten in Chemnitz. Und kaum hatten wir die ersten Töne gespielt, hielten auch schon Menschen inne, blieben stehen, hörten zu und – tatsächlich – manche trauten sich, auch selbst Musik für sich ganz persönlich zu empfangen. Gott hat so viel Gnade geschenkt!

Für knapp 2 Stunden boten wir am Freitag Sound Portraits an. Der Stuhl für die Person, für die wir persönlich spielten, war nur für kurze Zeit leer. Auch am Samstag durften wir trotz einer längeren Pause viele Sound Portraits anfertigen. Insgesamt ca. 30 Stück, teils auch für Paare, Familien und Kinder, da am Samstag parallel ein Kinderfest in direkter Nähe stattfand. Doch auch die Mütter und Väter haben sehr dankbar angenommen, mal etwas für sich ganz persönlich zu „bekommen“. In diesen 5-10 Minuten ging es mal nur um sie! Sie haben die ganze Aufmerksamkeit bekommen! Eine junge Mutter wurde von ihren eigenen Tränen überrascht, die plötzlich losliefen, als sie sich hinterher bei uns bedanken wollte.

Auch viele andere waren durch die Musik sehr berührt. Eine Frau meinte hinterher:

„Ich habe im Garten Eden getanzt!”

Eine andere Frau kam später mit Pfingstrosen zurück – für jeden von uns eine überreiche Blüte als Dankeschön. Dabei fühlten wir uns doch schon als Beschenkte. Denn zu erleben, wie die Menschen wirklich angerührt werden durch unser spontanes Improvisieren, war für uns das größte Geschenk! Es wurde zum Segen für die Person und für uns!

Aber damit nicht genug! Am Sonntag gab es noch ein weiteres Highlight, ein:

Labyrinthkonzert und Kunstprojekt „Verlust&Finden” in der Möbelgalerie Tuffner

Viele Menschen stehen, laufen und hocken in dem Stein-Mosaik-Labyrinth im Hof der Möbelgalerie Tuffner.

Als Herr und Frau Tuffner vor Jahren, beim Umbau eines alten Fabrikgebäudes zur Möbelgalerie, überlegten, den Innenhof mit dem Muster des Labyrinths aus Chartres zu pflastern, hatten sie schon im Hinterkopf, ihn für kulturelle Events zu öffnen. Aber bei keinem der dann folgenden Veranstaltungen spielte das Labyrinth eine Rolle. Nun endlich war es so weit: Eine Gruppe von Chemnitzer Künstlerinnen suchte nach einem passenden Auftakt-Event, um auf ihre Ausstellung im Herbst hinzuweisen. Wir Musiker von crescendo waren auf das Labyrinth aufmerksam geworden als kreativen Ort. Lädt es nicht geradezu ein, dort Musik zu spielen, um die Menschen anzuregen, beim Zuhören durch das Labyrinth zu gehen und über die Wendungen des eigenen Lebensweges nachzusinnen?

Wie der Weg des Labyrinths war die Musik voller verschiedener „Richtungen“ – Barock- und Renaissance-Musik, Klassik, Jazz und spontane Improvisationen sorgten für manche Überraschung. Gleichzeitig hing in der Möbelgalerie eine Mobile-Installation. Sie regte auch zur Bewegung an: Worte „hingen in der Luft“ und konnten beim Schauen, Hören, Erzählen, Gehen ins Labyrinth und durch die Möbelgalerie mitgenommen und mit eigenen Worten ergänzt werden.

Wir luden die Besucher ein, uns Musiker mit Worten zu spontanen Improvisationen zu inspirieren. Und tatsächlich: Immer wieder riefen uns die Besucher Worte zu. Und teilweise wurde es ganz persönlich und tiefgehend. Als wir nach einem berührenden Gespräch für eine Frau noch ganz persönlich spielen durften, setzten sich plötzlich auch die umstehenden Besucher auf die ausgestellten Sitzgruppen und Sessel. Und dann breitete sich mit der Musik eine Atmosphäre von Frieden und Trost aus. Gott, hast du da an unseren Herzen gewirkt?

Sounds of the Unseen World – Klassische Musik mit Improvisationen

Die Cellistin und klassische Improvisatorin Dr. Pauliina Haustein sitzt an ihrem Cello und spielt lächelnd.heißt unser nächstes Projekt in der Kulturhauptstadt Chemnitz. Wir freuen uns, damit auf besondere Weise etwas zum großen Kulturkirchenfest am letzten August-Wochenende beitragen zu können. Dieses Mal werden wir ein internationales Ensemble von crescendo sein, das seine Hörer mitnimmt auf eine musikalische Reise, das Ungehörte zu hören und das Ungesehene zu sehen. 

Unter der Leitung der Cellistin und klassischen Improvisatorin Dr. Pauliina Haustein laden wir ein zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Das crescendo Ensemble spielt Stücke und Improvisationen mit Gesang, Querflöte, Violine, Viola, Violoncello, Gitarre und Klavier.

Herzlich willkommen! Die Kulturhauptstadt Chemnitz ist definitiv eine Reise wert!

Claudia – Mitarbeiterin crescendo